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Sotschi könnte 2020 ein Sprintrennen am Samstag abhalten

Baku, 12. Oktober, AZERTAC

Die Formel 1 hat am Donnerstag erneut die Möglichkeiten von Sprintrennen statt einer Qualifikation für die Saison 2020 diskutiert. Dabei würde am Samstag nach dem umgekehrten WM-Stand gestartet werden - das Rennergebnis würde dann die Startaufstellung für den eigentlichen Grand Prix bilden.

Dieser Modus soll jedoch nicht bei allen Events Anwendung finden, sondern lediglich bei einer kleinen Auswahl. Laut "auto motor und sport" stehen die Rennen in Frankreich, Belgien und Russland im Raum.

Die Auswahl ist kein Zufall. Das wären das zehnte, 14. und 17. Rennen in der kommenden Saison, womit man schon einen repräsentativen WM-Stand hätte, gleichzeitig aber nicht mehr in die entscheidende Titelphase eingreifen würde. Zudem hat man sich mit Le Castellet oder Sotschi für Rennen entschieden, in denen die Streckenbegebenheiten für wenig Action gesorgt haben.

Bei einem zweiten Meeting am Freitag zwischen Teamvertretern wurde hauptsächlich besprochen, wie die Rennen nach den Simulationen der Teams voraussichtlich ablaufen würden. Es heißt, dass Spitzenpiloten voraussichtlich schlechter nach vorne kommen würden, weil es keine Boxenstopps gibt und alle vermutlich auf der gleichen Reifenmischung starten würden.

Umsetzung im nächsten Jahr eher unwahrscheinlich - Die Teams sorgen sich aber vor allem um das Risiko von Schäden im Vergleich zu einem normalen Qualifying. Zwar wäre die Reparaturzeit kein Problem, jedoch würden diese natürlich höhere Kosten verursachen.

Aus diesem Grund gilt es als unwahrscheinlich, dass der Vorschlag 2020 eingeführt werden wird. Für eine Änderung des Reglements benötigt es zu diesem Zeitpunkt Einstimmigkeit, laut Informationen von "Motorsport-Total.com" sind aber mehrere Teams dagegen. Für 2021 ist keine Einstimmigkeit notwendig, sodass die Idee um ein Jahr verschoben werden könnte.

Die Veranstalter in Russland sind offen für eine solche Veränderung: "Im Moment kann ich nichts bestätigen oder dementieren", sagt Sotschi-Promoter Sergei Worobiew zu "Motorsport-Total.com". "Wir unterstützen die Pläne von Liberty, die Formel 1 zu modernisieren, und würden gerne als Versuchsstrecke für Experimente fungieren."

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