WISSENSCHAFT UND BILDUNG


SpaceX will ab 2023 Flüge zum Mond für Privatleute anbieten

Baku, 23. Februar, AZERTAC

Das Raumfahrtunternehmen SpaceX hat von der Nasa die Erlaubnis für den ersten Testflug seiner neuen Raumkapsel erhalten. Bemannte Missionen rücken damit in greifbare Nähe des SpaceX-Gründers und Milliardärs Elon Musk.

Wie die US-Raumfahrtbehörde mitteilte, soll die Raumkapsel "Crew Dragon" am kommenden Samstag zur Internationalen Raumstation (ISS) starten - allerdings noch ohne Astronauten an Bord. Bei dem Testflug wird nur eine lebensgroße Puppe dabei sein.

Der Testflug mit einer Falcon-9-Rakete ist nach Angaben der Nasa nun für den 2. März geplant. Am 3. März soll die Kapsel an der ISS andocken und am 8. März wieder zur Erde zurückkehren. "Wir sind bereit für den Start, wir sind bereit für das Andocken", sagte Bill Gerstenmaier, der bei der Nasa für die bemannte Raumfahrt zuständig ist, bei einer Pressekonferenz am US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.

Die Nasa will noch in diesem Jahr erstmals Astronauten mit einer SpaceX-Rakete ins All bringen lassen. SpaceX hat schon mehrfach seine andere Raumkapsel "Dragon" zur ISS geschickt, bisher jedoch nur mit Material. Eine unbemannte Mission musste im Dezember kurzfristig abgesagt werden - wegen verschimmelten Mäusefutters.

Voraussichtlich im Juli sollen nun Astronauten an Bord einer "Crew Dragon"-Kapsel sein, die von einer Falcon-9-Rakete ins All transportiert wird. An der Mission zur ISS sollen zwei Astronauten teilnehmen.

Das Space-Shuttle-Programm der USA war 2011 eingestellt worden. US-Astronauten konnten seither nur noch mit russischen Sojus-Raketen zur ISS gelangen. Der Vertrag mit Russland läuft im November aus. Dann sollen SpaceX und Boeing übernehmen.

Erst vor wenigen Tagen hat Israel eine Falcon-9-Rakete von SpaceX zum Mond geschickt - mit dabei die unbemannte Sonde "Bereshit". Sie soll eine israelische Flagge auf dem Mond aufstellen und das Magnetfeld untersuchen. Ihre Landung wird am 11. April erwartet.

SpaceX will ab 2023 Flüge zum Mond für Privatleute anbieten. Auch Reisen zum Mars möchte Musk möglich machen. Für Schlagzeilen hatte SpaceX Anfang des Jahres gesorgt, als bekannt wurde, dass es jeden zehnten seiner mehr als 6000 Mitarbeiter entlassen werde. Das Unternehmen sprach von einer "schlankeren" Organisation, für die man sich von einem Teil der Belegschaft trennen müsse.

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