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Starke Überflutungen stürzen Südwesten Japans ins Chaos

Tokio, 4. Juli, AZERTAC

Im Südwesten Japans flüchten Hunderttausende vor den Folgen sintflutartiger Regenfälle. Wegen massiver Überschwemmungen seien die Menschen in ihren Häusern nicht mehr sicher, erklärten die japanischen Behörden der Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu am Samstagmorgen. Mehr als 200.000 Menschen seien aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen.

Erste Bilder aus der Region zeigen das Ausmaß der Zerstörung: Ganze Wohngebiete stehen unter Wasser, Teile von Häusern wurden fortgeschwemmt, Bäume entwurzelt. Auf Luftaufnahmen des japanischen Fernsehens waren von schlammigem Wasser überschwemmte Wohnhäuser, Straßen, Autos und Teile einer Brücke zu sehen.

Die Niederschläge ließen unter anderem den Fluss Kuma in Kumamoto über die Ufer treten und führten zu schweren Überflutungen. Stellenweise gingen Erdrutsche nieder. Mittlerweile unterstützt das Militär die lokalen Einsatzkräfte. Die meteorologische Behörde in Tokio gab für viele Regionen die höchste Warnstufe aus.

Die lokalen Medien melden zudem erste Opfer. Zwei aus einem Erdrutsch geborgene Menschen zeigten keinerlei Lebensanzeichen. Zu mehreren Bewohnern überschwemmter Städte gebe es keinen Kontakt, hieß es.

Der japanische Regierungschef Shinzo Abe kündigte bei einer Notfallsitzung die Entsendung von rund 10.000 Soldaten in die Katastrophenregion an. Zudem sollen die betroffenen Menschen mit Notfallgütern versorgt werden. Die Regenfront könnte bis Sonntag weiterziehen. Auch Teile im Westen Japans seien von den heftigen Niederschlägen bedroht.

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