GESELLSCHAFT


Studie: Frauen und junge Menschen leiden besonders unter der Pandemie

Baku, 4. Januar, AZERTAC

"Stress, Einsamkeit und Wut haben bei ungefähr einem Drittel der Befragten deutlich zugenommen", sagte Christoph Correl, Leiter der internationalen Studie COH-FIT mit Teilnehmern aus 150 Ländern. Frauen und junge Menschen litten deutlich stärker unter den Auswirkungen von COVID-19.

2020 war das Jahr, welches das Leben vieler Menschen umgekrempelt hat – in bisher nicht gekanntem Ausmaß mit teils enormen Belastungen. Die von der Charité groß angelegte, internationale Studie COH-FIT mit derzeit 115.000 Teilnehmern aus 150 Ländern möchte herausfinden, wie es in dieser Zeit um das körperliche und psychische Wohlbefinden der Menschen bestellt ist. Mithilfe eines Online-Fragebogens sollen diese Auswirkungen der Pandemie erfasst werden.

Christoph Correl ist Leiter der COH-FIT-Studie. Er arbeitet als Professor an der Berliner Charité und an der Zucker School of Medicine in New York.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Stress, Einsamkeit und Wut bei ungefähr ein Drittel der Befragten deutlich zugenommen, sagte Christoph Correll. Interessanterweise bei allen drei Dimensionen Frauen mehr als Männer – ob die jetzt ehrlicher sind oder wirklich unter mehr Stress auch stehen, ist eine Frage, aber man sieht von schon publizierten Daten, dass eigentlich Frauen stärker betroffen sind von der Pandemie. Wir haben in Subanalysen zeigen können, dass es insbesondere die Frauen sind, die Multitasking machen, die also zu Hause sind, Kinder im Homeschooling haben, gleichzeitig den Haushalt schmeißen und dazu dann noch im Homeoffice arbeiten. Also das scheint eine besonders starke Einschränkung zu sein.

Ihm zufolge leiden besonders junge Menschen unter der Pandemie.

Jüngere Menschen sind wohl stärker betroffen von der Wut, Einsamkeit und dem Stress als mittelalte und ältere Menschen, weil die vielleicht auch stärker beeinträchtigt sind davon, nicht so viele Interaktionen mit anderen Menschen zu haben, die ihnen vielleicht wichtiger sind. Es gibt natürlich auch bei den älteren Menschen wieder eine Subgruppe, denen es nicht so gut geht, aber insgesamt sind sie die Einsamkeit auch ein kleines bisschen mehr gewohnt, so der Leiter der COH-FIT-Studie.

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