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Superbet Chess Classic: Ein Remis indes würde Shakhriyar Mamedyarov zum Turniersieger machen

Baku, 14. Juni, AZERTAC

Vor der letzten Runde am Montag hat Shakhriyar Mamedyarov (heute remis gegen Giri) an der Tabellenspitze weiterhin einen ganzen Punkt Vorsprung auf Wesley So (remis gegen Vachier-Lagrave), Alexander Grischuk (remis gegen Caruana) und neuerdings auch Aronian, der es mit seinem Sieg in die Verfolgergruppe geschafft hat. Sollte Mamedyarov am Montag gegen Vachier-Lagrave verlieren, dann wäre sogar ein Ausgang des Turniers mit vier punktgleichen Spielern an der Spitze möglich. Ein Remis indes würde den Aserbaidschaner zum Turniersieger machen.

Mamedyarov und Giri waren in dieser 8. Runde wohl beide mit einem Remis zufrieden: Der eine (Mamedyarov), weil er sich angesichts seiner Führung von einem vollen Punkt in den letzten beiden Runden höchstwahrscheinlich einfach zum Turniersieg remisieren kann, der andere (Giri), weil er das Turnier nicht mehr gewinnen kann, durch das bloße Halten seines aktuellen Scores von 50% aber Schäden an Reputation und Elozahl abwenden kann.

Einen intensiven Kampf lieferten sich Alexander Grischuk und Fabiano Caruana. Caruana stand erst ziemlich gut und dann nicht mehr so gut. Aber es zeigte sich wieder einmal: Caruana ist erst besiegt, wenn er besiegt ist! Erfindungsreich verteidigte der Weltranglistenzweite seine schlechtere Stellung zum Remis:

Mit einem Sieg gegen den bislang eher erfolglosen Maxime Vachier-Lagrave hätte Wesley So noch in den Kampf um den Turniersieg eingreifen können, doch die beiden produzierten lediglich ein entspanntes Remis. Entspannt war es, aber auch recht munter - es gibt sicher langweiligere Remispartien:

Der 19-jährige Bogdan-Daniel Deac ist aufgrund seiner Niederlage gegen Levon Aronian unter die magische Erfolgsquote von 50% gerutscht. Dabei kam Aronians Sieg erst ganz kurz vor dem Ende der Partie zustande - das Endspiel S gegen L hatte es in sich:

Die Partie zwischen Radjabov und Lupulescu war für die Ermittlung des Turniersiegers nicht mehr wirklich relevant. Es war Radjabovs achtes Remis in der achten Partie; das klingt nicht sehr beeindruckend, aber mit einem Sieg in der letzten Partie (gegen Aronian) könnte der Aserbaidschaner noch immer ein sehr gutes Resultat in diesem Turnier hinbekommen.

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