WIRTSCHAFT


TAP-Pipeline pumpt bald schon Gas nach Europa

Baku, 1. August, AZERTAC

Europa bekommt bald wichtiges Gas vom Kaspischen Meer. Die rohstoffreiche Kaukasusrepublik Aserbaidschan wird bald über die Transadriatische Pipeline TAP erstmals Europa direkt mit Gas versorgen. Ab 2020 sollen jährlich zehn Milliarden Kubikmeter Gas über die Türkei, Griechenland bis nach Albanien und von dort durch die Adria bis nach Italien fließen. Europa braucht Gas – Aserbaidschan will es liefern. Das Gasfeld Shah Deniz 2 könnte bald schon Gas nach Europa liefern. Der Bau der Pipeline TAP, die ein wichtiger Teil des Südlichen Gaskorridors ist, wird erfolgreich fortgesetzt.

Wie die staatliche aserbaidschanische Gas- und Ölgesellschaft Socar gegenüber AZERTAC mitteilte, seien bis Ende Juni des laufenden Jahres 88,5 Prozent der Engineering-, Logistik- und Bauarbeiten schon ausgeführt worden. Darüber hinaus wurden 99 Prozent der Rohre geschweißt. 32% von Bauarbeiten an Terminals sind erledigt, hieß es.

Der Grundstein der Pipeline TAP wurde am 17. Mai 2016 im griechischen Saloniki gelegt. Die 878 Kilometer lange TAP-Pipeline stellt in Kipoi an der türkisch-griechischen Grenze die Verbindung mit der Transanatolischen Pipeline (TANAP) her. Die Pipeline TANAP ist zurzeit betriebsbereit, Gas nach Europa zu pumpen. Die Pipeline TAP durchquert Griechenland und Albanien, verläuft durch die Adria und erreicht schließlich Süditalien. Von der italienischen Anlande-Station aus kann das Erdgas zu den größten europäischen Märkten, wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien, transportiert werden.

Erforderliche Kosten für die TAP-Pipeline werden 4,5 Milliarden Euro geschätzt.

Schon heute wird Öl und Gas durch Pipelines von Baku durch Aserbaidschan und Georgien bis in die Türkei geleitet. Wie zwei feine Fäden durchqueren sie die Region. Das Öl geht dann vom türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan aus in alle Welt.

Die TAP- Aktionäre sind am Projekt folgendermaßen beteiligt: BP (20 Prozent), SOCAR (20 Prozent), Snam S.p.A (20 Prozent), Fluxys (19 Prozent) und Enagas (16 Prozent) und Axpo (5 Prozent).

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