KULTUR


Tourismus in Aserbaidschan

Baku, 22. Juni, AZERTAC

Der Tourismus in Aserbaidschan ist einer der bedeutendsten Wirtschaftszweige. Aserbaidschan als Urlaubsziel verfügt über günstige Voraussetzungen für Tourismus: Hochgebirge und Mittelgebirge, See- und Flusslandschaften, die Küsten des Kaspischen Meeres, unberührte Natur, Mineralquellen, zahlreiche Kulturdenkmäler und eine Vielzahl geschichtsträchtiger Städte.

Aserbaidschan grenzt an fünf Staaten: im Norden an Russland, Nordwesten an Georgien, im Süden an den Iran, im Westen an Armenien und – über die Autonome Republik Nachitschewan – an der Türkei. In Aserbaidschan existieren neun der elf weltweit vorkommenden Klimazonen der Erde.

Aserbaidschan wird am meisten von Urlaubern aus Russland, Georgien, dem Iran und der Türkei besucht. Vor der Pandemie besuchten etwa 2,7 Millionen Touristen Aserbaidschan.

In Aserbaidschan gibt es mehr als 540 Hotels, Hostels und gewerbliche Ferienwohnungen mit mehr als 38.000 Betten.

Vor der Pandemie im Jahr 2019 reisten etwa eine Million russische Bürger als Touristen nach Aserbaidschan.

In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres wurde Aserbaidschan von 330.000 ausländischen Bürgern besucht. Das sind 103 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2021.

Die historische Altstadt Bakus (İçəri Şəhər/Innenstadt) zählt seit 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Qobustan Nationalpark ist bekannt für seine steinzeitlichen Felszeichnungen, die bis zu 40.000 Jahre alt sind. Die Kulturerbestätte umfasst ein Gebiet von 537 Hektar. Eine weitere Attraktion in der Gegend sind die Schlammvulkane. Nach Angaben befinden sich 30 % aller Schlammvulkane auf der Welt in Aserbaidschan. Qobustan/Gobustan ist etwa 60 Kilometer entfernt von Baku.

Scheki gilt als ein architektonisches Schutzgebiet Aserbaidschans. Der Khanpalast von Scheki und seine vielfarbigen Fenster sind die wertvollste Perle dieses Schutzgebiets. Und die Platanen im Hof des Palastes ist noch älter als Gebäude. Die Touristen, die hierher kommen, werden von einer einzigartigen Kombination von Traditionen der Volksarchitektur mit Baukunst des Khanpalastes sehr beeindruckt. Die Gemälde in Öl hier an den Wänden. Besonders auffallend sind zarte Netzarbeiten.

Gändschä ist bekannt für das Haus aus Flaschen, das im Jahr 1967 vom Architekten Ibrahim Jafarov erbaut wurde.

In Naftalan wird ein Bad im Erdöl als eine besondere Spa-Therapie angeboten. Ein besonderes nicht brennbares Erdöl gilt als Heilmittel, das nach ihrer Herkunftsstadt Naftalan benannte. Das Erdöl soll Hautkrankheiten lindern sowie gegen 70 Gebrechen gut sein, darunter Schuppenflechte, Arthritis, Nervenleiden, Rückenprobleme. Im Reisebericht aus 13. Jahrhundert beschreibt Marco Polo Erdöl aus Naftalan als eine ”Quelle, aus der in großem Überfluss Öl springt – nicht genießbar, aber gut zum Verbrennen geeignet und um Menschen und Tiere mit Krätze zu behandeln und Kamele mit Nesselsucht und Geschwüren”.

Abgesehen von der Küstenregion im Osten ist Aserbaidschan vorwiegend von Gebirgen umgeben. Im Norden befindet sich der östliche Teil des Großen Kaukasus, im Westen der Kleine Kaukasus und im Süden, an der Grenze zum Iran, das Talysch-Gebirge. In Aserbaidschan gelten die Bergen als Ort des Jagdvergnügens, der Erholung und des Bergsteigens.

Der höchste Berg, Bazardüzü mit 4466 Metern, befindet sich unmittelbar auf der Grenze zu Dagestan.

Im Nordwesten Aserbaidschans befindet sich Tufandag Skiresort, vier Kilometer entfernt von Gabala. Zehn Skipisten bis 15 km Länge und mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden stehen den Touristen und Wintersportlern zur Verfügung. Zudem sind vier Seilbahnen im Betrieb.

Shahdag Mountain Resort ist erster und größter Wintersportort in Aserbaidschan. Das Skigebiet liegt im Nordosten des Landes und wurde im Jahr 2011 eröffnet. Zum Skifahren und Snowboarden stehen 17 km Pisten zur Verfügung. Das Wintersportgebiet liegt auf einer Höhe von 1.435 bis 2.100 Meter.

Aserbaidschan verfügt über 150 Kilometer reinen Sandstrand am Kaspischen Meer. Das Klima an der Westküste wird dem Mittelmeertyp zugeordnet. Das Wasser des Kaspischen Meers ist reich an mineralischen Salzen.

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