KULTUR


Traditionelle aserbaidschanische Musikinstrumente

Baku, 7. Oktober, AZERTAC

Seit den 1960-er Jahren wird die Musikgeschichte Aserbaidschans systematisch erforscht, 1967 eröffnete das Museum für Musikgeschichte des Landes. Dort werden noch Objekte gesammelt, Symposien veranstaltet und Nachlässe wichtiger aserbaidschanischer Musiker erforscht und betreut. Ein bedeutender Teil der Ausstellung sind die traditionellen aserbaidschanischen Musikinstrumente. Der Gründer des staatlichen Ensembles für alte Musikinstrumente, Dr. Mädschnun Kärimov beschäftigte sich lange Jahre mit der Rekonstruktion traditioneller Instrumente, die heute nicht mehr gebräuchlich sind. Er konnte dabei auf Miniaturen, Reiseberichte und Traktate zurückgreifen, in denen die Instrumente abgebildet oder beschrieben sind. Bei Ausgrabungen nahe der Stadt Qilqamisch fanden Archäologen Keramiken mit Abbildungen einiger Musikinstrumente aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., wie Bug, Tschäng und einige Blasinstrumente, die später aus dem Gebrauch verschwanden. In Udschar, Aghstafa, Mingätschevir, Bärdä, Qäbälä un Masalli fanden Wissenschaftler insgesamt 88 Musikinstrumente, darunter Streich-, Blas- und Perkussionsinstrumente, die eine Musikkultur belegen, welche bis ins 4. vorchristliche Jahrhundert datiert. Einige der gefundenen Instrumentarten sind noch heute in Gebrauch.

Das staatliche Museum für aserbaidschanische Musikkultur besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen traditioneller Instrumente und beherbergt über 50. 000 Objekte, darunter Tonträger, Fotos und Noten.

Zu den heute gebräuchlichsten traditionellen Instrumenten gehören als Streichinstrumente Tar, Kamantscha, Saz und Ganun; wichtige Blasinstrumente sind Balaban, Tütäk, Zurna und Ney; als Perkussionsinstrumente finden Naghara, Qoschnaghara, Qaval, Däf und Dümbäk Verwendung.

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