WIRTSCHAFT


Trotz OPEC-Anstrengungen hält Ölpreis in diesem Jahr im Durchschnitt auf 60 Dollar pro Barrel

Baku, 15. November, AZERTAC

Wenn der Anteil erneuerbarer Energien schneller wächst als alle anderen Energieformen, bleiben fossile Energieträger wie Öl, Kohle und Gas mit 80 Prozent die unerschütterlichen Säulen der globalen Energiewelt.

Besonders Öl und Gas werden nach Ansicht der IEA-Experten in den nächsten Jahrzehnten auch weiterhin eine tragende Rolle spielen, angefeuert von den billigen Schieferprodukten, mit denen US-amerikanische Firmen den Weltmarkt fluten, erklärte IEA-Chef Fatih Birol.

“Wenn die USA in diesem Tempo weiter produzierten, wären sie in zwanzig Jahren für 85 Prozent des weltweiten Ölproduktionswachstums verantwortlich. Die Marktmacht der Opec-Staaten und Russland würde weiter schwinden und damit auch die Möglichkeit in die Ölpreis-Entwicklung einzugreifen. Ein niedriger Ölpreis, so wie in diesem Jahr, könnte den Verbrauch des schwarzen Rohstoffs weiter ankurbeln und damit einen Trend befeuern, der die Energiebilanz noch verschlechtern dürfte, sagte er.

Obwohl die IEA sich normalerweise nicht mit einzelnen Produkttrends beschäftigt, habe man sich entschieden dieses Jahr eine Ausnahme beim Thema SUVs zu machen, schreiben die Experten. Die Auswirkung des Trends hin zu großen Geländewagen seien schlichtweg zu groß, um sie weiter zu ignorieren. Die Anzahl von SUVs weltweit hat sich nach Berechnungen der IEA in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

“Wenn die Beliebtheit von SUVs im Einklang mit den jüngsten Trends weiter zunimmt, könnte das 2 Millionen Barrel Öl mehr pro Tag bis 2040 bedeuten. Die übergroßen Gefährte verbrauchten mehr Treibstoffe und stoßen somit auch mehr CO2 aus. SUVs leisteten laut der IEA den zweitgrößten Beitrag zum Anstieg der weltweiten CO2-Emissionen seit 2010 - mehr als die Schwerindustrie, Lkw, Luft- oder Schifffahrt; nur der Ausstoß der Stromerzeuger mit vielen neuen Kohlekraftwerken stieg in diesem Zeitraum noch deutlich stärker an. Und das ist in den Augen der Experten das drängendste Problem: Kohlekraftwerke. “Die Kohle ist definitiv der größte Emissionsproduzent der Welt“, sagte Birol.

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