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Tyson Fury kündigt Karriere-Ende an

Baku, 20. April, AZERTAC

32 Profikämpfe, ein Unentschieden, null Niederlagen: Tyson Fury gehört unbestritten zu den besten Schwergewichtsboxern in der Geschichte des Sports. Am Samstag tritt der Engländer gegen im Wembley Stadium gegen seinen Landsmann Dillian Whyte in den Ring. Es könnte sein letzter Kampf werden.

"Seit ich ein kleiner Junge war, habe ich immer gesagt: 'Ich werde Schwergewichts-Weltmeister' und wisst ihr was, ich habe es geschafft", eröffnet Fury im Interview mit "talkSPORT". "Es war eine fantastische Reise und ging nicht nur steil bergauf, es gab Ups an Downs" und nun werde er sich für immer verabschieden, überrascht der "Gypsy King" weiter.

Auf Nachfrage bestätigt Fury: "Das war es!" und schiebt singend in Anlehnung an einen Klassiker der Band The Doors nach: "This is the End".

Auch die historische Möglichkeit, in einem von der Box-Welt ersehnten Kampf gegen Oleksandr Usyk oder Anthony Joshua anzutreten und alle WM-Gürtel der wichtigen Verbände zu vereinigen, reizt Fury offensichtlich nicht mehr. "Ich habe jeden Gürtel bereits gewonnen, ich habe alle Rekorde gebrochen. Ich trete in einem Stück ab, ich bin ungeschlagen", so Fury.

Kann man Fury glauben - Joshua habe zudem "so viele Chancen gehabt" gegen ihn anzutreten und habe diese nicht genutzt, jetzt sei die Aussicht auf einen Fight zwischen den beiden Superstars verflogen, konkretisiert der 33-Jährige. "Das war es!", man werde ihn nach diesem Kampf nie wieder in Aktion erleben.

Eindeutige Aussagen, aber auch die Kommentare unter dem von "talkSPORT" veröffentlichten Twitter-Video sprechen Bände.

"Ich glaube Tyson Fury keinen Moment" oder "Er redet mal wieder Nonsense", mutmaßen die User. Das Gros ist sich zudem sicher, Fury will nur die Quoten für seinen Kampf gegen Whyte in die Höhe treiben, Joshua einen gehörigen Schrecken einjagen und sich in die Position bringen, die Umstände eines möglichen Duells diktieren zu können.

Dazu passend, verwies Fury während seiner Ausführungen darauf, man solle einschalten, denn es sei die letzte Chance "Big GK" zu sehen.

Bereits Anfang März erklärte Fury, Whyte werde sein letzter Gegner sein. 2016 twitterte der skandalumwitterte Brite: "Boxen ist das Traurigste, was ich je gemacht habe", verkündete seinen Rücktritt und machte doch weiter.

Dass Fury sich die Chance zum Champion aller Verbände zu werden, wirklich nehmen lässt, passt zumindest nicht zu seinem Auftreten.

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