WELT


US-Regierung will Handelsstreit mit China wohl noch im November beilegen

Baku, 2. November, AZERTAC

US-Präsident Donald Trump will den Handelsstreit mit China wohl noch im November beilegen. Trump habe wichtige Regierungsvertreter gebeten, einen Entwurf für ein Handelsabkommen vorzubereiten, berichtete die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Demnach will der US-Präsident bei einem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping beim G20-Gipfel in Argentinien Ende des Monats eine Lösung des Handelsstreits der beiden Wirtschaftsmächte erreichen.

Trump habe sich zu dem Schritt nach einem Telefonat mit Xi am Donnerstag entschlossen, hieß es. Zu dem Gespräch hatte sich Trump auch via Twitter geäußert. Dort schrieb er, in dem Telefonat sei das Thema Handel ein Schwerpunkt gewesen und die Diskussionen gingen gut voran. Trump schrieb von einem "langen und sehr guten Gespräch" mit Xi, man wolle sich auf dem G20-Gipfel treffen. Auch das chinesische Außenministerium teilte mit, das Telefonat zwischen Trump und Xi sei sehr gut verlaufen.

Das Gipfeltreffen der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) findet am 30. November und 1. Dezember in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires statt.

An der Börse wurden die positiven Meldungen zum Handelsstreit positiv aufgenommen. Die Kurse in China und Hongkong legten deutlich zu. Noch am Dienstag hatte die Meldung über weitere US-Zölle auf Waren aus China für Aufregung an den Börsen gesorgt. Die US-Seite versuchte offenbar, Druck auf die Führung in Peking aufzubauen.

Die USA und China überziehen sich seit Monaten in einem Handelskonflikt mit Zöllen und Gegenzöllen. Trump stört sich an dem großen US-Handelsdefizit im Warenaustausch mit China. Er wirft der Volksrepublik Dumpingpreise, Technologiediebstahl und andere unfaire Handelspraktiken vor. China bestreitet die Vorwürfe.

Die Differenz zwischen amerikanischen Exporten nach China und US-Importen aus China ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten drastisch gestiegen. Zuletzt betrug das US-Handelsdefizit mit China 375 Milliarden Dollar.

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