WISSENSCHAFT UND BILDUNG


Uno-Gipfel vereinbart, Schutz für diese Tierarten

Baku, 22. Februar, AZERTAC

Zehn gefährdete Tierarten sollen in Zukunft besser geschützt werden. Das ist eines der Ergebnisse des Jahrestreffens der Uno-Konvention zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten (CMS) im indischen Gandhinagar.

Insgesamt sieben Spezies werden in Zukunft neu in der höchsten Schutzkategorie geführt: der Asiatische Elefant, der Jaguar, der Weißspitzen-Hochseehai sowie vier Vogelarten. Das bedeutet, dass die rund 130 Mitglieder der Konvention - dazu gehören etwa die EU-Staaten und Großbritannien, nicht aber die USA, Russland, China und Kanada - das Töten dieser Tiere unter Strafe stellen müssen.

Gefährlich für die betroffenen Arten ist allerdings nicht nur die direkte Jagd, sondern zum Beispiel auch der Verlust von Lebensraum. So hat etwa der Jaguar innerhalb von hundert Jahren 40 Prozent seines Habitats in Nord-, Mittel und Südamerika eingebüßt.

Staaten, in denen Tiere der höchsten Schutzkategorie leben, verpflichten sich laut Konvention, auch den Habitatverlust zu stoppen und - wo dies möglich erscheint –umzukehren. Auch sollen Hindernisse für die Wanderung der Tiere nach Möglichkeit beseitigt werden.

Auf dem Treffen in Gandhinagar wurde auch beschlossen, dass Steppenschafe, der Hammerhai und der auch in Nord- und Ostsee vorkommende Hundshai neu in die zweithöchste Schutzkategorie der Konvention aufgenommen werden. Damit sind Mitgliedstaaten angehalten, stärker für den Schutz der Tiere zusammenzuarbeiten.

Für weitere Arten wurden Aktionspläne aufgelegt, um die Erhaltungschancen zu verbessern. Dazu gehören unter anderem die Schweinswale der Ostsee.

Fahrplan für den Schutz der biologischen Vielfalt in Arbeit -Umweltschützer zogen eine gemischte Bilanz des Treffens. In vielen Bereichen hätten die Staaten zwar ambitionierte Beschlüsse gefasst, so Nicolas Entrup, Delegationsleiter der Organisation OceanCare. "Ob diese das Artensterben verlangsamen oder gar aufhalten, muss allerdings bezweifelt werden." Zu offensichtlich sei das bisherige Versagen der Staaten, bereits bestehende Schutzmaßnahmen umzusetzen.

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