GESELLSCHAFT


Unwetterkatastrophe in Südafrika

 

Tausende Menschen in Notunterkünften

Baku, 14. April, AZERTAC

In der Hafenstadt Durban und der umliegenden Metropolregion eThekwini wurden nach Angaben der Behörden mehr als 2000 Häuser und 4000 Hütten beschädigt. Im Township Clermont wurde eine Kirche vollständig zerstört, vier Kinder wurden von einer umstürzenden Mauer erschlagen.

Der Hafen in Durban, einer der größten Frachthäfen Afrikas, wurde vorübergehend geschlossen. Tausende Menschen sind aufgrund eingestürzter Häuser auf Notunterkünfte angewiesen.

Auch am Mittwoch sind noch zahlreiche Verkehrswege überschwemmt. Teilweise sind Straßen so stark überflutet, dass nur noch die Spitzen der Ampeln aus dem Wasser ragen. Der Zugverkehr wurde eingestellt. Fernsehbilder zeigen, wie private Bootsbesitzer versuchen, verzweifelte Menschen in ihren Häusern trotz überfluteter Straßen zu erreichen.

Regen dauert an - Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa besuchte die überschwemmten Gebiete am Mittwoch, sprach mit betroffenen Familien und sicherte ihnen staatliche Unterstützung zu. “Auch wenn eure Herzen schmerzen, wir sind für euch da“, sagte Ramaphosa. Die von dem Unwetter verursachten Schäden sollen sich nach Behördenangaben auf mehrere Millionen Euro belaufen.

Die am Indischen Ozean liegende Küstenprovinz KwaZulu-Natal ist eines der wichtigsten Urlaubsziele im Land und hatte sich schon auf den traditionellen Osteransturm in- und ausländischer Touristen vorbereitet.

In Teilen Durbans regnet es weiterhin. Auch für die Nachbarprovinz Ostkap wurde eine Hochwasserwarnung herausgegeben. Erst ab Mittwochabend ist nach Angaben der Meteorologen eine Besserung des Wetters in Sicht.

Infolge der Zerstörungen in Südafrikas Küstenprovinz KwaZulu-Natal durch ungewöhnlich heftigen Starkregen ist die Opferzahl weiter gestiegen. Mindestens 306 Menschen seien wegen des Unwetters gestorben, sagte die Gesundheitsministerin der Provinz, Nomagugu Simelane-Zulu. Die Zahlen gelten als vorläufig, denn viele Menschen werden noch vermisst.

Der Sturm gilt als die schlimmste in Südafrika aufgezeichnete Unwetterkatastrophe.

Zur Katastrophenhilfe wurde auch das Militär mobilisiert, Flugzeuge der Luftwaffe sollen bei Rettungsaktionen eingesetzt werden. Die Bergungsarbeiten gestalten sich jedoch schwierig, da viele Straßen weggespült und Brücken von den Wassermassen eingerissen wurden. Kompliziert ist die Situation auch wegen des Ausfalls Hunderter Funkmasten durch Erdrutsche und eine marode Infrastruktur.

In einigen Teilen der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal fielen in den letzten 48 Stunden 450 Millimeter Regen, das ist die Hälfte der Jahresnorm in der Region.

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