WELT


Venezuela wird von schwerwer politischer Krise erschüttert

Baku, 25. Januar, AZERTAC

Bei den jüngsten Massenprotesten gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sind nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer seien seit Montag bei Demonstrationen in acht verschiedenen Bundesstaaten getötet worden, teilte die Beobachtungsstelle für soziale Konflikte (OVCS) mit. Zuvor hatte die Nichtregierungsorganisation (NGO) von 16 Toten gesprochen.

Venezuela wird derzeit von einer schweren politischen Krise erschüttert. Seit einem gescheiterten Aufstand von Mitgliedern der Nationalgarde am Montag gehen Regierungsgegner gegen Maduro auf die Straße, am Mittwoch erklärte sich Parlamentspräsident Juan Gaidó zum Interimspräsidenten.

Nach der Solidaritätsnote der USA für seinen Gegenspieler Guaidó, hatte Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen. Er kündigte an, die Mitarbeiter venezolanischer Vertretungen aus den USA abzuziehen. Am Samstag würden die Angestellten von Botschaften und Konsulaten die Vereinigten Staaten verlassen haben, sagte Maduro in einer Rede vor dem Obersten Gericht in Caracas.

Gaido dagegen bat die USA um humanitäre Hilfe. Er bitte um die Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und medizinischen Artikeln, schrieb er an US-Außenminister Mike Pompeo. Auch die Entsendung eines Klinikschiffs sei wünschenswert. Pompeo hatte zuvor bereits Hilfslieferungen in Aussicht gestellt, sobald das logistisch möglich sei.

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