GESELLSCHAFT


WHO: Corona-Epidemie in China führt weltweit zu Engpass an Schutzkleidung

Baku, 7. Februar, AZERTAC

Die Corona-Epidemie in China führt nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit zu einem Engpass an Schutzkleidung. "Wie Sie sich vielleicht vorstellen können, kämpft die Welt gegen einen Mangel an persönlicher Schutzausrüstung", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. Weltweit gehen seinen Angaben zufolge Schutzmasken und andere Schutzausrüstung aus.

Die Nachfrage nach Schutzausrüstung sei aktuell 100 Mal höher als normalerweise, die Preise um das bis zu Zwanzigfache gestiegen, berichtet die WHO. Grund dafür sei der weitläufige Einsatz abseits der Versorgung von Patienten. Die WHO bezieht sich dabei nicht auf einen einfachen Mundschutz, wie er etwa im OP getragen wird. Stattdessen geht es unter anderem um Atemmasken, die eine höhere Sicherheit bieten.

Einer der weltweit führenden Hersteller von Schutzmasken, 3M, verzeichnet besonders große Nachfrage. Ein Sprecher der deutschen Division sagte, man habe die Produktion "sehr schnell" hochgefahren. "Bei der globalen Versorgung mit Atemschutzprodukten räumen wir den vom Coronavirus betroffenen Gebieten mit dem größten Bedarf Vorrang ein und wir achten gleichzeitig darauf, den Bedarf unserer bestehenden Kunden weiter decken zu können", so der 3M-Sprecher.

Dort wo Masken ohnehin regelmäßig gebraucht werden, etwa wenn Patienten mit bestimmten ansteckenden Erkrankungen behandelt und transportiert werden müssen, sieht man sich hingegen gut gerüstet. Die Frankfurter Berufsfeuerwehr sagte, dass "bei den einschlägigen Lieferanten für Rettungsdienstbedarf" derzeit "einige Produkte für den Infektionsschutz aufgrund der aktuellen Coronaviruslage" nicht lieferbar seien. Die Branddirektion Frankfurt am Main sei jedoch trotzdem gut gerüstet.

Auch die Feuerwehren Hamburg, Köln oder München, die auch den Rettungs- und Notarztdienst organisieren, befürchten derzeit keine Engpässe. Ein Sprecher der Hamburger Feuerwehr sagte: "Die Bestände an Schutzmasken wurden bereits aufgestockt." Schutzanzüge, Reinigungsmittel und anderes Material seien "ausreichend vorhanden".

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