GESELLSCHAFT


WHO bestätigt in Ghana zwei Fälle des lebensgefährlichen Marburg-Fiebers

Baku, 20. Juli, AZERTAC

In Ghana sind erstmals zwei Fälle des lebensgefährlichen Marburg-Fiebers entdeckt worden. Das Afrikabüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Fälle bestätigt, nachdem in Proben der beiden Patienten aus der Region Ashanti im Süden Ghanas das Marburg-Virus gefunden worden war.

Der Nachweis war im Institut Pasteur in Dakar (Senegal) erfolgt. Die beiden Männer, einer 26, einer 51 Jahre alt, starben Ende Juni in einem Krankenhaus. Sie hatten Symptome wie Durchfall, Fieber, Übelkeit und Erbrechen. Nach Erkenntnis der Behörden hatten sie sich unabhängig voneinander angesteckt.

Die Gesundheitsbehörden Ghanas haben mit Unterstützung der WHO die Überwachung verstärkt. Rund 90 Menschen, mit denen die Verstorbenen zuletzt Kontakt hatten, wurden kontaktiert, die Bevölkerung wird über die Symptome und Gefahren informiert.

Das Marburg-Virus ist verwandt mit dem Ebola-Virus. Es trägt den Namen der deutschen Stadt, weil sich dort 1967 Laborangestellte mit dem bis dahin nicht bekannten Virus bei Versuchsaffen infizierten. Vermutet wird, dass das Virus von Flughunden stammt.

Die Mensch-zu-Mensch-Übertragung erfolgt unter anderem durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten, aber auch über Oberflächen. Zu den Symptomen des Marburg-Fiebers gehören hohes hämorrhagisches Fieber und starke Kopfschmerzen. Die Sterblichkeit liegt laut WHO bei bis zu 88 Prozent. Zugelassene Impfstoffe gegen das Marburg-Virus existieren bislang nicht.

Zuletzt hatte Guinea im vergangenen Jahr als erstes Land Westafrikas einen Fall gemeldet.

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