KULTUR


Wissenschaftlich-praktische Konferenz zum 650-jährigen Jubiläum von Nasimi an der Humboldt-Universität zu Berlin

Berlin, 23. September, AZERTAC

Heute hat an der Humboldt-Universität zu Berlin eine wissenschaftlich-praktische Konferenz zum 650-jährigen Jubiläum des herausragenden aserbaidschanischen Dichters, Imadaddin Nasimi, stattgefunden. Sie wurde organisiert durch die Botschaft der Republik Aserbaidschan in Deutschland, den Lehrstuhl für Geschichte Aserbaidschans an der Humboldt-Universität zu Berlin und die Nationale Kommission der Republik Aserbaidschan für UNESCO, wie ein AZERTAC-Sonderkorrespondent berichtete.

Ramin Hasanov, Botschafter der Republik Aserbaidschan in Deutschland hielt eine Eröffnungsrede. Er sprach in seiner Rede das Leben und Schaffen von Nasimi sowie die große Bedeutung und Aktualität seiner Werke an. Der Botschafter erinnerte daran, dass Nasimi, der einer von prominenten Vertretern der klassischen aserbaidschanischen Poesie und Philosophie ist, im Jahre 1369 in Schamachi geboren wurde, einst eine der wichtigsten Städte an der Seidenstraße. Nasimi war ein Verfechter des Hurufismus, einer Variante des Sufismus, fügte der Diplomat hinzu. Nasimi zeigte großes Interesse für die Philosophie, Literatur, Astronomie und Logik, als er noch jung war, sagte Botschafter Hasanov. R. Hasanov wies darauf hin, dass Nasimis Erbe von führenden Wissenschaftlern, Orientalisten und Turkologen gründlich geforscht wurde.

Er machte darauf aufmerksam, dass das Institut für Linguistik in Aserbaidschan den Namen des großen Dichters trägt. Darüber hinaus wurde im Jahre 1973 ein Spielfilm “Nasimi“ gedreht. An dieser Stelle sei erwähnt, dass dieser Film im Jahre 1974 auf dem VII. Unionsfilmfestival in Baku mit dem Preis “Bester Film“ zum historischen Thema ausgezeichnet worden war. Er erinnerte daran, dass der Präsident der Republik Aserbaidschan einen Erlaß über die Begehung des 650-jährigen Jubiläums von Nasimi" unterzeichnete. Der Botschafter erklärte, dass das Jahr 2019 in Aserbaidschan nach einem anderen Präsidialerlaß zum Nasimi-Jahr erklärt wurde.

Der Generalsekretär der Nationalen Kommission der Republik Aserbaidschan für UNESCO, Botschafter, Elnur Sultanov, sprach in seiner Rede von großer Bedeutung des Schaffens von Nasimis für die aserbaidschanische Literatur. Er verwies darauf, dass Nasimis Werke einen wichtigen Platz nicht nur in der aserbaidschanischen, sondern auch in der Weltliteratur einnehmen. Auf Initiative von Nationalleader Heydar Aliyev wurde das 600-jährige Jubiläum von Nasimi in die Liste der wichtigsten Ereignisse der UNESCO gesetzt und auf internationaler Ebene gefeiert. Seitdem führt man Forschungsarbeiten über das Schaffen von großem Poeten nicht nur in Aserbaidschan, sondern auch weit über die Grenzen seiner Heimat durch, fügte er hinzu. Darüber hinaus fanden bisher eine Reihe von Veranstaltungen gewidmet Nasimi im In-und Ausland statt, sagte der Generalsekretär. E. Sultanov sprach auch die Bedeutung des Nasimi-Festivals für Poesie, Kunst und Musik an, das seit 2018 auf Initiative der Vizepräsidentin der Heydar Aliyev Stiftung, Leyla Aliyeva, veranstaltet wird. Er gab Informationen auch über die Zusammenarbeit zwischen Aserbaidschan und der UNESCO und betonte besonders, dass die Erste Vizepräsidentin der Republik Aserbaidschan, Mehriban Aliyeva, sehr große Verdienste um die Entwicklung dieser Zusammenarbeit hat.

Michael Reinhard Heß, Dozent an der Freien Universität Gießen und Berlin, Turkologe und Forscher des aserbaidschanischen Dichters Imadaddin Nasimi sprach auf der Konferenz ausführlich über die Forschung des Schaffens von Nasimi und hob hervor, dass seine Werke in andere Sprachen, darunter auch ins Deutsche nachgedichtet wurden. Er machte darauf aufmerksam, dass sich die literarische Qualität von Nasimis Gedichten und die Tiefe seiner philosophischen Anschauungen von seinen Zeitgenossen stark unterschieden. Der deutsche Forscher machte darauf aufmerksam, dass Nasimi in seinem Schaffen einen besonderen Wert auf die aserbaidschanischen Sprache gelegt hatte. Er konnte seine Muttersprache auf ein hohes literarisches Niveau bringen, so Michael Reinhard Heß.

Dann trugen Michael Reinhard Heß und unsere in Deutschland lebende Landsmännin, Naiba Tural, die Ghasele von Imaddaddin Nasimi auf Deutsch und Aserbaidschanisch vor.

Die Konferenz setzte dann ihre Arbeit in einer interaktiver Form fort. Professorin für “Geschichte Aserbaidschans“ am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, Frau Eva-Maria Auch, trat als Moderatorin auf.

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