REGIONEN


Zahl der Feldvögel in Europa sinkt dramatisch

Baku, den 24. Juli (AZERTAG). Lerche, Kiebitz, Rebhuhn - die Zahl der Feldvögel in Europa sinkt dramatisch. Seit 1980 hat sich der Bestand halbiert. Als eine Ursache gilt der massenhafte Anbau von Energiepflanzen wie Mais. Naturschützer fordern, dass mehr landwirtschaftliche Flächen stillgelegt werden.

Der Vogelbestand auf Feldern, Wiesen und Weiden in Europa ist in den vergangenen Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. Seit 1980 sei in der Europäischen Union jeder zweite Vogel in der Agrarlandschaft verlorengegangen.

Allein in Deutschland sind seit 1990 mehr als eine Million Feldlerchen verstummt, eine Entwicklung, die besorgniserregend ist. Der Vogelbestand gilt als guter Hinweis darauf, wie es um die biologische Vielfalt insgesamt steht.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten gab es beim Feldsperling eine Verringerung auf zwei Drittel des Bestandes, beim Kiebitz haben wir sogar nur noch etwa ein Drittel der Vögel. Der Bestand der Rebhühner sei sogar um 90 Prozent zurückgegangen.

Die intensive Landwirtschaft, die sich vielerorts durch Monokulturen auszeichnet, raubt den Feldvögeln die Lebensgrundlage. Ein wichtiger Schritt sei, dass die EU-Kommission plane, den Bezug von Direktzahlungen an die verpflichtende Einhaltung naturverträglicher Bewirtschaftungsmethoden zu knüpfen. Landwirtschaftliche Betriebe müssten demzufolge sieben Prozent ihres Grunds als „ökologische Vorrangflächen“ bereitstellen, die als Lebensraum für verschiedenste Tier- und Pflanzenarten dienen könnten.

 

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