WELT


Zahl der Verletzte nach schwerem Erdbeben in Japan steigt auf 120

Tokio, 14. Februar, AZERTAC

Bei dem schwersten Erdbeben im Nordosten Japans seit der Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren sind mindestens 120 Menschen verletzt worden.

Seine Regierung habe Berichte über viele Verletzte, aber keine Toten erhalten, erklärte Premier Yoshihide Suga am Sonntagmorgen. Auch gab es diesmal keine Gefahr durch einen Tsunami. Die Erschütterung vor der Küste Fukushimas und Miyagis vom Samstag gegen 23:08 Uhr (Ortszeit) hatte eine Stärke von 7,3. Zunächst war die Stärke des Erdbebens mit 7,1 angegeben worden.

Die lang andauernde Erschütterung war auch in Tokio zu spüren gewesen. Nach Einschätzung der nationalen Meteorologischen Behörde handelte es sich um ein Nachbeben des schweren Seebebens der Stärke 9,0, das am 11. März 2011 in derselben Region im Nordosten einen massiven Tsunami ausgelöst hatte. Dabei waren damals 18.500 Menschen in den Tod gerissen worden. Im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi kam es damals zu einem Super-Gau. Diesmal gab es keine weiteren Unregelmäßigkeiten in der Atomruine, hieß es unter Berufung auf den Betreiber Tepco.

Die Erschütterung vom Samstag ließ auch im Großraum Tokio die Gebäude lange Zeit schwanken. Das Inselreich Japan gehört zu den am stärksten von Erdbeben gefährdeten Ländern weltweit. In seiner Nähe treffen vier tektonische Platten zusammen, die Pazifische, die Nordamerikanische, die Eurasische und die Philippinische Platte. Dies verursacht immer wieder Beben.

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