Apple preist sich als Job-Wundermaschine
Baku, den 3. März (AZERTAG). Im Ausland Jobs schaffen und billig produzieren, zu Hause teuer verkaufen? Das wird Apple immer wieder vorgeworfen. Jetzt kontert der kalifornische iPhone-Hersteller. Laut einer eigenen Studie ist der Konzern für eine halbe Million Arbeitsplätze in den USA verantwortlich.
Ja, wir produzieren eure iPhones und iPads woanders, aber zu Hause, da tun wir viel Gutes, so ungefähr lautet die Botschaft von Apple an seine Kritiker. Anhand einer eigens in Auftrag gegebenen Studie will das Elektronikunternehmen den Vorwurf entkräften, seine Fertigung und damit Jobs nach China verlagert zu haben.
Laut der Studie ist Apple in den USA für die Schaffung von 514.000 Arbeitsplätzen verantwortlich - „vom Ingenieur, der das iPad mitentwickelt hat, bis zum Paketboten, der es an Ihre Haustüre bringt“, wie Apple auf einer am Freitag freigeschalteten Website schreibt.
47.000 Menschen sind direkt bei dem Elektronikhersteller beschäftigt. Weitere 257.000 Jobs bei Zulieferern, Unternehmen im Gesundheitsbereich und Logistikbetrieben stünden im direkten Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Apple, hieß es in der Studie des Beratungsunternehmens Analysis Group. 210.000 weitere Menschen sollen in der Entwicklung von Apps für die mobilen Geräte von Apple beschäftigt sein, hatte die Lobby-Firma TechNet zuvor in einem Bericht geschrieben.
Die Studie ist Teil einer Charmeoffensive des neuen Konzernchefs Tim Cook. Der verstorbene Vorgänger und Apple-Gründer Steve Jobs hatte Kritik meist an sich abprallen lassen. Der früher fürs Tagesgeschäft zuständige langjährige Apple-Manager Cook fährt nun einen offeneren Kurs.
Apples App Store knackt 25 Milliarden Dollar Marke: Diesen kleinen Luxus kann sich das Unternehmen ohne Probleme leisten. Alleine im Weihnachtsquartal machte der Konzern einen Gewinn von unterm Strich 13,1 Milliarden Dollar (9,9 Milliarden Euro). Angesichts des guten Laufs durchbrach der Börsenwert am Mittwoch die magische Marke von 500 Milliarden Dollar. Das hatte vor Apple nur eine Handvoll Firmen geschafft. Schon zuvor war Apple laut Börsenwert das teuerste Unternehmen der Welt.
Am Samstag knackte Apples App Store für iPhone und iPad die Marke von 25 Milliarden heruntergeladenen Programmen. Damit hat sich das Tempo noch einmal deutlich beschleunigt: Für die erste App-Milliarde hatte Apple nach dem Start 2008 noch neun Monate gebraucht, die Marke von zehn Milliarden war erst im Januar 2011 durchbrochen worden.