Hedgefonds-Manager verdienen trotz Krise Milliarden
Baku, den 1. März (AZERTAG). Hedgefonds erlebten 2011 eines ihrer schlechtesten Jahre. Dennoch machten die Fonds-Chefs Gewinne, von denen Kollegen in anderen Branchen nur träumen können. Top-Verdiener war Raymond Dalio mit drei Milliarden Dollar. Einige Starzocker dagegen rutschten dramatisch ab.
Selbst in Krisenzeiten verdienen einige in der Finanzbranche kräftig. Die führenden Hedgefonds-Manager bewiesen dennoch ein gutes Gespür für ertragreiche Anlagen. Die erfolgreichsten 40 Finanzjongleure verdienten zusammen 13,2 Milliarden Dollar, wie das Magazin „Forbes“ berechnete.
Wer mehr als 200 Millionen Dollar Gewinn machte, schaffte es unter die zehn am besten bezahlten Manager. Die Schlusslichter des „Forbes“-Ranking konnten immerhin noch Einnahmen von 40 Millionen Dollar vorweisen.
Das ist auch deshalb beachtlich, weil die Branche 2011 als schlechtes Jahr abgehakt hat. Hedgefonds verbuchten einen durchschnittlichen Wertverlust von fünf Prozent.
Der große Gewinner des vergangenen Jahres war Raymond Dalio. Als Chef der weltgrößten Hedgefonds-Firma Bridgewater Associates verwaltet er Kundengelder in Höhe von 120 Milliarden Dollar. 2011 erwirtschaftete der Hedgefonds 13,8 Milliarden Dollar. Dalio bekam ungefähr ein Fünftel des Gewinns.
Der zweiterfolgreichste Finanzmanager war James Simons. Der Gründer von Renaissance Technologies konnte ein Plus von 2,1 Milliarden Dollar vorweisen. Simons liegt damit knapp vor Carl Icahn, der zwei Milliarden Dollar verdiente.
Der große Profiteur der Finanzkrise 2008 dagegen bewies im vergangenen Jahr nicht ganz so viel Geschick. John Paulson schaffte es nicht einmal in die Top 40 der „Forbes“-Liste. Seine Fonds büßten im vergangenen Jahr fast zehn Milliarden Dollar ein.
Der Spitzenverdiener unter den europäischen Hedgefonds-Managern war 2011 Alan Howard. Der Mitbegründer von Brevan Howard Asset Management schaffte es auf Platz acht der „Forbes“-Liste und brachte 400 Millionen Dollar mit nach Hause.
Die kaum regulierten Hedgefonds können das ihnen anvertraute Geld viel freier investieren als klassische Investmentfonds. Dennoch hat die Branche von den vergangenen vier Jahren zwei mit Verlusten abgeschlossen. Besonders hohe Einbußen liefen im Finanzkrisenjahr 2008 auf.