Wissenschaftlerin: Klimawandel und menschlicher Einfluss wirken sich auf den Pegel des Kaspischen Meeres aus
Baku, 19. August, AZERTAC
Der Pegel des Kaspischen Meeres ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Nach Einschätzung der Wissenschaftlerin Saida Zeynalova vom Geographie-Institut wirken dabei neben Klimaveränderungen und Veränderungen der Wasserbilanz auch tektonische Prozesse und zunehmender menschlicher Einfluss zusammen.
Langfristige Prognosen seien schwierig, da zahlreiche Faktoren die Entwicklung des Kaspischen Meeres beeinflussten. Dazu gehörten unter anderem geringere Zuflüsse aus Flüssen, zunehmende Verdunstung und tektonische Veränderungen.
Untersuchungen an der Küste im Gebiet Känarmeschä im Rayon Lankaran/Länkäran zeigen zudem deutliche Veränderungen der Landschaft. Durch den sinkenden Wasserstand wurden dort alte Baumstümpfe freigelegt. Spätere Beobachtungen deuten jedoch auf Schwankungen des Meeresspiegels hin. Daher sei nicht auszuschließen, dass der Pegel künftig zeitweise wieder ansteigt.
Für zuverlässigere Prognosen seien langfristige und groß angelegte Untersuchungen unter Einsatz moderner Methoden wie Fernerkundung und Geoinformationssystemen erforderlich.