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141 Tote bei dem Angriff auf eine Schule in Peschawar

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Islamabad, 17. Dezember, AZERTAG 

In Pakistan hat nach dem Angriff auf eine Schule eine dreitägige Staatstrauer begonnen. Die Regierung berät über Konsequenzen, Hilfe kommt vom Erzfeind Indien.

Nach dem Massaker der Taliban an einer Schule in Peschawar hat eine dreitägige Trauer um die Opfer begonnen. An öffentlichen Gebäuden in Pakistan wehen die Fahnen auf Halbmast, Regierungschef Nawaz Sharif sprach von einer „nationalen Tragödie“ und berief eine Konferenz aller Parteien ein. Im ganzen Land sind Mahnwachen, Proteste und Trauerzeremonien geplant.

Bei dem Angriff starben am Dienstag mindestens 141 Menschen, unter ihnen 132 Schulkinder. Am Abend hatte die Armee die Geiselnahme nach stundenlangen Gefechten beendet. Die insgesamt sieben Angreifer seien alle getötet worden, sagte Militärsprecher Asim Saleem Bajwa. Armeechef Raheel Sharif kündigte noch am Abend Vergeltung „bis zur vollständigen Eliminierung“ der Terroristen in Pakistan an. Die Luftwaffe flog nach Medienberichten mehrere Angriffe gegen Stellungen der Taliban.

Die pakistanische Regierung führte nach dem Überfall die Todesstrafe wieder ein. Ein Regierungsausschuss habe ein Ende des Moratoriums vorgeschlagen und der Ministerpräsident habe dem zugestimmt, sagte Sharifs Sprecher.

Ein Sprecher der Tehrik-e-Taliban Pakistan (TTP) rechtfertigte das Attentat als Vergeltung für Angriffe der Armee in den Stammesgebieten im Grenzgebiet zu Afghanistan.

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