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2030 schläft die Sonne ein - und bringt uns eine Mini-Eiszeit

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Baku, 13. Juli, AZERTAC

Das Phänomen nennt sich „Maunder-Minimum" - und könnte dafür sorgen, dass wir ab 2030 auf der Erde zittern müssen. Forscher gehen in einer neuen Studie davon aus, dass die Sonne dann gewissermaßen schläft.

Davon jedenfalls ist die Forscherin Valentina Zharkova von der Northumbria University überzeugt. Hintergrund ist die regelmäßige Änderung der Sonnenaktivität, im Grunde der Herzschlag der Sonne. Zwei dieser Zyklen sollen sich zwischen den Jahren 2030 und 2040 gegenseitig aufheben – ein Effekt, der zu einem Phänomen namens „Maunder-Minimum“ führt.

Diese verringerte Sonnenfleckenaktivität wurde zwischen den Jahren 1645 und 1715 vom Astronomen Edward Walter Maunder entdeckt und führte damals zu sehr vielen kalten Wintern. Genau eine solche Mini-Eiszeit drohe auch jetzt, sagte Zharkova auf einem Vortrag. Darüber berichtete auch die renommierte „Royal Astronomical Society“.

Demnach falle die Sonnenaktivität ab 2030 um bis zu 60 Prozent. Die Forscherin bezieht diese Erkenntnis aus einem neuen Modell des Sonnenzyklus. Der entscheidende Unterschied zu herkömmlichen Modellen: Zharkova und ihre Kollegen gehen davon aus, dass dieser Herzschlag seine Ursache nicht nur – wie bisher angenommen – im tiefen Inneren der Sonne hat.

Stattdessen soll es nahe der Oberfläche im Grunde einen zweiten Zyklus geben. Diese Zyklen treten in einem Zeitraum von ungefähr elf Jahren auf. Wenn die Höhepunkte dieser beiden Wellen zur selben Zeit stattfinden, heben sie sich gegenseitig auf, meint Zharkova. Dadurch sinke die Sonnenaktivität. Nach Angaben der Forscherin sind die Vorhersagen zu 97 Prozent genau. Die Kleine Eiszeit ab 1645 war Auslöser einer humanitären Krise. So waren die Sommer nasskalt, weswegen das Getreide auf den Feldern verfaulte.



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