GESELLSCHAFT


Akuter Wassermangel bedroht Hälfte der Weltbevölkerung

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Baku, den 9. Oktober (AZERTAG). Intelligente Lösungen müssen her. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor akutem Wassermangel gewarnt. Schon 2030 könnte jeder zweiter Mensch betroffen sein. Vorhandene Quellen müsste gerechter verteilt werden.

Die Entwicklung verschärft sich. Schon im Jahr 2030 könnte jeder zweite Erdenbürger unter Wassermangel leiden und der Bedarf die verfügbaren Reserven um 40 Prozent übersteigen, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Beginn des Wassergipfels in Budapest. „Die Menschheit hat in den vergangenen fünf Jahrzehnten mehr Ressourcen verbraucht als in 5000 Jahren davor“, ergänzte der ungarische Präsident Janos Ader.

Ban wies darauf hin, dass Wasser „von allen Zweigen in allen Ländern verschwendet und falsch verwendet wird“. In Zukunft müsse es deshalb darum gehen, die vorhandenen Quellen mit Hilfe internationaler Absprachen „gerechter und intelligenter“ zu nutzen - nicht zuletzt, um Nahrungsmittelsicherheit zu garantieren und den Klimawandel zu bekämpfen.

Doch selbst wenn die internationale Gemeinschaft ihr Ziel erreichen sollte, die durchschnittliche Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, wären einer Studie zufolge noch immer acht Prozent der Weltbevölkerung von zusätzlicher Wasserknappheit bedroht.

Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung veröffentlichten am Dienstag eigene Berechnungen, wonach dieser Anteil bei fünf Grad Celsius sogar auf 13 Prozent steigen könnte. Besonders betroffen wären demnach Teile Asiens und Nordafrikas, des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens.

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