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Apple legt E-Book-Klage wegen Preisbindung bei

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Baku, den 17. Juni (AZERTAG). Apple hat eine wichtige Front im Streit um den Einstieg ins E-Book-Geschäft geschlossen. Der Konzern legte Klagen von US-Staatsanwälten und Verbrauchern mit einem Vergleich bei. Die Details blieben am Dienstag zunächst unter Verschluss.

Die Kläger hatten eine Strafzahlung von bis zu 840 Millionen Dollar gefordert, weil Apple und beteiligte Verlage beim iPad-Start vor vier Jahren die Preise für E-Books mit einer Art Buchpreisbindung künstlich erhöht hätten.

Der Fall begann mit einer Klage des US-Justizministeriums gegen Apple und fünf Verlage. Als Apple im Frühjahr 2010 zur Markteinführung seines iPad-Tablets auch einen E-Book-Store starten wollte, war Amazon die dominierende Kraft in dem Geschäft. Der Online-Händler verkaufte die elektronischen Büchern zum Teil mit deutlichen Rabatten.

Verlage bestimmten selbst den Preis der E-Books - Apple bot den Verlagen hingegen ein sogenanntes Agentur-Modell, das im Kern der deutschen Buchpreisbindung ähnelt. Sie selbst bestimmten den Preis der E-Books. Mit Rückenwind des Apple-Deals setzte die Buchbranche das System auch bei Amazon durch.

Das US-Justizministerium hatte Apple und fünf Verlage im April 2012 verklagt, illegal zusammengearbeitet zu haben, um die Preise für E-Books hochzutreiben. Die meisten Bundesstaaten klagten daraufhin ebenfalls. Zudem wurde eine Sammelklage von Verbrauchern eingereicht.

Im vergangenen Juli war Apple für schuldig befunden worden, bei Preisabsprachen in der E-Book-Branche eine Schlüsselrolle gehabt zu haben. Der Konzern soll sich demnach bei der Einführung des iPads heimlich mit fünf Verlagen abgesprochen haben, um dem Online-Versandhändler Amazon die Marktführerschaft bei E-Books streitig zu machen.

Apple lässt es auf einen Prozess ankommen - Die fünf Verlage – darunter die Holtzbrinck-Tochter MacMillan – hatten bereits im vergangenen Jahr außergerichtliche Einigungen erzielt und mehr als 166 Millionen Dollar gezahlt.

Apple ließ es dagegen auf einen Prozess in New York ankommen – und verlor. Der Konzern musste unter anderem einen vom Gericht eingesetzten Aufseher zulassen. Die Berufung in diesem Fall läuft noch.

In einer zweiten Welle klagten auch Staatsanwälte aus mehreren US-Bundesstaaten und Verbraucher. Sie gingen davon aus, dass die Verbraucher wegen der Apple-Deals rund 280 Millionen Dollar mehr bezahlen mussten und forderten den dreifachen Betrag.

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