OFFIZIELLE CHRONIK


Arbeitsbesuch von Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev in Großbritannien
Rede von Präsident Ilham Aliyev auf dem NATO-Gipfeltreffen

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Baku, den 5. September (AZERTAG). Präsident von Aserbaidschan Ilham Aliyev nahm an der Eröffnung des Nato-Gipfels in Wales teil.

Am Gipfeltreffen nahmen die Staats- und Regierungschefs der 28 Nato-Länder, Vertreter der Isaf -Partnerländer und anderen internationalen Organisationen, darunter hochrangige Vertreter der Vereinten Nationen, Europäischen Union, teil.

Auf die Tagesordnung des Gipfels waren die Ereignisse in der Ukraine, die Zukunft von Afghanistan, die Fragen des Kampfs gegen neue Bedrohungen, verstärkte Unterstützung für die Streitkräfte, die Stärkung der Zusammenarbeit, einschließlich die Fragen im Zusammenhang mit der Krise im Irak und in Syrien gesetzt.

Bei einem Treffen zu Afghanistan des NATO-Gipfels hat Präsident von Aserbaidschan Ilham Aliyev eine Rede gehalten.

- Sehr geehrter Herr Generalsekretär.

Meine Damen und Herren.

In einer zwanzigjährigen Zusammenarbeit mit der Nato wurde Aserbaidschan zu einem zuverlässigen Partner und hat zu vielen Missionen des Bündnisses seinen wesentlichen Beitrag geleistet.

Aserbaidschan ist ein Land, das eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der regionalen Sicherheit und Stabilität in der Region spielt. Jedoch ist die aggressive Politik von Armenien, das zwanzig Prozent der aserbaidschanischen Territorien und sieben umliegende aserbaidschanische Bezirke bisher noch besetzt hält, die größte Bedrohung für die Sicherheit in der Region. Armenien hat eine Politik der ethnischen Säuberung gegen Aserbaidschaner umgesetzt, infolge deren mehr als 1 Million Menschen zu Binnenvertriebenen und Flüchtlingen wurden. 4 Resolutionen des UN-Sicherheitsrates fordern den sofortigen und bedingungslosen Abzug der armenischen Truppen aus den besetzten Gebieten Aserbaidschans. Leider ignoriert Armenien sie und der Konflikt bleibt ungelöst. Der Konflikt muss auf der Grundlage des Völkerrechts und der territorialen Integrität Aserbaidschans bereinigt werden.

Wir schätzen die Position der Nato zu diesem Problem und ihre volle Unterstützung für territoriale Integrität und Souveränität Aserbaidschans hoch ein. Wir glauben fest, dass das Engagement der Nato in diesem wichtigen Teil des Völkerrechts sich fortsetzen wird. Somit trägt die Nato zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit und der international anerkannten Grenzen.

Aserbaidschan leistet seinen wesentlichen Beitrag zu einer langfristigen Entwicklung von Afghanistan. Aserbaidschan ist einer von fünf Nato-Partner, die zu drei Bereichen des Gipfels ihren Beistand leisten. Das Militärkontingent von Aserbaidschan nimmt im Bestande von ISAF-Truppen noch von Anfang an aktiv teil. An verschiedenen Akademien Aserbaidschans werden umfangreiche Trainingsprogramme für Beamte der afghanischen Strafverfolgungsbehörden und Regierungsbeamten implementiert. Auf den Treuhandfonds der afghanischen Armee sind 3.000.000 € überwiesen und eine zusätzliche 1 Million für defensive Operationen ausgegeben worden.

40 Prozent der Transitbeförderung von Waren für ISAF-Truppen werden durch die aserbaidschanische Seite verwirklicht. Darüber hinaus wird die Baku-Tbilisi-Kars Eisenbahn, deren Bau innerhalb von einigen Monaten abgeschlossen sein muss, in der Zukunft noch größere Transitmöglichkeiten schaffen.

Zusammen mit dem größten Aserbaidschanischen Internationalen Seehafen in der Kaspischen Region wird diese Eisenbahnlinie große Handels- und wirtschaftliche Chancen für die gesamte Region und Afghanistan schaffen. Diese Route, die den Fernen Osten mit Europa verbindet, kann die wirtschaftliche Entwicklung von Afghanistan, das im Knotenpunkt dieser Verbindungsstraße liegt, beeinflußen. Aserbaidschan, als ein Land, das von der Stagnation und Krise in den ersten Jahren seiner Unabhängigkeit in eine dauerhafte Stabilität und schnelle wirtschaftliche Entwicklung übergegangen ist, ist bereit seine Erfahrung mit Afghanistan zu teilen und sich an verschiedenen Projekten für den Wiederaufbau und Investitionen in diesem Land zu beteiligen, Danke.

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