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BBC: adidas kündigt dem Leichtathletik-Weltverband

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Baku, 25. Januar AZERTAC

Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas beendet einem Medienbericht zufolge vorzeitig seinen Sponsorenvertrag mit dem Leichtathletik-Weltverband IAAF. Grund sei der Doping- und Korruptionsskandal in dem Sport, teilt die BBC mit. Damit würden der IAAF Einnahmen in Höhe von über 30 Millionen Dollar (27,8 Millionen Euro) entgehen.

Eine Stellungnahme war zunächst weder vom Unternehmen noch vom Verband zu erhalten. Adidas ist sein größter Sponsor. Der Vertrag wurde im November 2008 auf elf Jahre geschlossen und hat dem Sender zufolge ein Volumen von umgerechnet 7,4 Millionen Euro jährlich. Weiter hieß es, Adidas habe der IAAF bereits im November mitgeteilt, dass man einen Rückzug in Erwägung ziehe.

Vorher hatte die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada festgestellt, dass es in Russland ein weit verbreitetes Dopingsystem mit staatlicher Unterstützung gegeben habe. Unter anderem war daraufhin der russische Verband Araf aus der IAAF ausgeschlossen worden. Die russischen Leichtathleten sind derzeit von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen.

Zuletzt war bekanntgeworden, dass der frühere IAAF-Präsident Lamine Diack unter anderem gegen Geldzahlungen Dopingfälle vertuscht und Athleten erpresst haben soll. Diack bestreitet das. Die französische Justiz hat gegen ihn wegen des Verdachts der Geldwäsche und Bestechlichkeit Anklage erhoben.

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