GESELLSCHAFT


Bereits 95 Tote nach Ebola-Ausbruch

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Baku, den 8. April (AZERTAG). Das gefährliche Virus fordert immer mehr Opfer: Inzwischen sind 95 Menschen in Guinea nach einer Ebola-Infektion gestorben. Verdachtsfälle werden auch aus den Nachbarländern Sierra Leone, Liberia und Mali gemeldet.

Die Zahl der seit Jahresbeginn am Ebola-Virus gestorbenen Menschen in Guinea ist auf 95 gestiegen. Insgesamt seien 151 Verdachtsfälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium des westafrikanischen Landes mit. Vor dem Wochenende hatten die Behörden noch von 86 Todesfällen gesprochen. Bisher war das Virus in der Hauptstadt Conakry und im Süden des Landes aufgetaucht. Ob nun auch andere Gegenden betroffen sind, ist unklar.

Ebola ist eine der tödlichsten Krankheiten weltweit. Das Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Infizierte leiden unter anderem an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie in heftigen Fällen an inneren Blutungen und Organversagen. Die Krankheit ist sehr ansteckend und endet meist tödlich. Bisher gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch eine Therapie.

Das Virus war bislang fast ausnahmslos in Zentralafrika aufgetreten. Seit Anfang des Jahres registrierten die Gesundheitsbehörden in Guinea dann mehr und mehr mögliche oder bestätigte Ebola-Fälle. Verdachtsfälle traten auch in Sierra Leone, Liberia und Mali auf.

Eine Ausbreitung der Ebola-Epidemie nach Europa ist nach Expertenmeinung nicht zu befürchten. Die Gefahr sei „sehr, sehr gering“, sagte Jakob Cramer, Tropenmediziner und Leiter der Ambulanz des Bernhard-Nocht-Instituts in Hamburg. „In Deutschland hat es noch nie einen Fall gegeben.“ Er gehe auch diesmal davon aus, dass es so bleibt.

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