WIRTSCHAFT


Britisches Pfund fällt im Verhältnis zum US-Dollar auf den tiefsten

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Baku, 4. Oktober, AZERTAC

Der Devisenmarkt reagiert hochgradig nervös auf den nun konkret werdenden Brexit der Briten. Das Pfund Sterling bricht stark ein. Währungsexperten rechnen mit keiner schnellen Erholung.

Die Ankündigung der britischen Premierministerin Theresa May, Großbritannien werde bis spätestens Ende März den Antrag zum Austritt aus der Europäischen Union stellen, hat das Pfund Sterling stark unter Druck gesetzt.

Das britische Pfund fiel im Verhältnis zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit 1985. Ein Pfund kostete zwischenzeitlich nur noch 1,2757 Dollar. Gegenüber dem ebenfalls schwächelnden Euro sackte das Pfund auf ein neues Drei-Jahres-Tief.

Unter Börsianern schürten Mays Pläne die Ängste vor einem "harten" Brexit. "Für Unsicherheit unter Investoren sorgt vor allem das feste Bekenntnis der britischen Regierung, bei den Austrittsverhandlungen auf eine Beschränkung der Zuwanderung zu bestehen", teilte die Commerzbank mit. Dies werde kaum ohne wirtschaftliche Folgen bleiben und damit einen Einfluss darauf haben, wie attraktiv Anlagen in das Pfund Sterling künftig seien. "Solange sich in dieser Frage keine gütliche Einigung abzeichnet, bleibt das Pfund unter Druck."

Das Brexit-Votum treibt auch die britischen Geschäftsleute um. Einer Umfrage zufolge erwägen Dreiviertel von ihnen die Verlagerung von Geschäftsteilen ins Ausland. 76 Prozent der 100 befragten Chefs von Unternehmen mit Umsätzen zwischen 100 Millionen und einer Milliarde Pfund denken darüber nach, den Firmensitz oder Teile des Betriebs aus Großbritannien abzuziehen.

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