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Chef des mexikanischen Drogenkartells Los Zetas gefasst worden

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Baku, den 16. Juli (AZERTAG). Ein großer Fang für die mexikanischen Behörden: Treviño Morales gilt als einer der gewalttätigsten Drogenbosse. Seine Festnahme ist auch ein Erfolg für Präsident Nieto. Der Chef des mexikanischen Drogenkartells Los Zetas ist gefasst worden. Die Mexikanische Marine stellte Miguel Ángel Treviño Morales gegen vier Uhr früh auf einer Landstraße in Nuevo Laredo, im Nordosten des Landes, nahe der Grenze zu den USA. Die Soldaten waren mit einem Helikopter vor seinem Wagen gelandet.

Morales war einer der von den mexikanischen und US-amerikanischen Behörden am meisten gesuchten Männer. Auf seine Ergreifung hatte das US-Außenministerium fünf Millionen Dollar ausgesetzt, das mexikanische Militär weitere zwei Millionen Dollar.

Zusammen mit dem 40-jährigen Drogenboss seien bei dem Einsatz im Bundesstaat Tamaulipas zwei weitere Bandenmitglieder festgenommen worden, teilte der Sprecher des mexikanischen Sicherheitskabinetts, Eduardo Sánchez, mit. Es handle sich um einen Leibwächter und einen Finanzmanager des Kartells. Schüsse seien keine gefallen. Die Armee beschlagnahmte gut zwei Millionen Dollar sowie acht Waffen und 500 Schuss Munition.

Nach dem Tod seines Vorgänger Heriberto Lazcano bei einem Militäreinsatz im Oktober 2012, hatte der auch als "El Z-40" bekannte Treviño Morales die Führung des brutalen Drogenkartells übernommen. Im Gegensatz zu den Zetas-Gründungsmitgliedern war Treviño Morales kein früherer Militärangehöriger.

Treviño Morales wird unter anderem der organisierten Kriminalität, des Totschlags, des Drogenhandels und der Geldwäsche beschuldigt, sagte Sánchez. Die Festnahme ist der erste große Erfolg gegen die organisierte Kriminalität in den sieben Monaten Amtszeit von Präsident Enrique Peña Nieto. Er hatte den Kampf gegen Drogenkriminalität zu einem Schwerpunkt seiner Amtszeit erklärt.

In Mexiko tobt seit Jahren ein Drogenkrieg. Allein seit Anfang 2007 wurden mehr als 70.000 Menschen getötet. Die in den 1990er Jahren gegründeten Los Zetas, damals noch als bewaffneter Arm des berüchtigten Golfkartells, sind nicht nur im Drogenhandel aktiv, sie erpressen auch Migranten auf deren Weg in die USA. Außerdem verlangen sie Schutzgelder von Kasinos, Restaurants, Hotels und Nachtbars. 2010 trennten sie sich vom Golfkartell und wurden zur selbstständigen Organisation.

Mittlerweile hat die Bande ihren Einfluss über den gesamten Osten Mexikos bis nach Guatemala und in andere Länder Mittelamerikas ausgedehnt. Los Zetas gelten als eine der gewalttätigsten kriminellen Organisationen. Auf das Konto der Zetas gehen Dutzende Morde, unter anderem ein Massaker an 49 Menschen im Mai 2012, die bei Monterrey im vergangenen Jahr in einem Straßengraben gefunden wurden.

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