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Chikungunya-Epidemie greift auf weitere Länder über

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Baku, den 18. Juli (AZERTAG). Das Chikungunya-Fieber breitet sich weiter in der Karibik aus. Die Behörden in Puerto Rico haben eine Epidemie-Warnung herausgegeben. Derweil scheint die Seuche auch die USA endgültig erreicht zu haben.

Das Chikungunya-Fieber bereitet Seuchenbekämpfern zunehmend Sorgen. Mehr als 5000 bestätigte Infektionen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bisher registriert. Die Pan American Health Organization spricht zusätzlich von mehr als 350.000 Verdachtsfällen in der Karibik.

Jetzt haben die Behörden in Puerto Rico den Epidemie-Zustand ausgerufen. Gesundheitsministerin Ana Rius sagte am Donnerstag, dass auf der Insel bereits am 25. Juni mehr als 200 Ansteckungen bestätigt waren, die meisten davon in der Hauptstadt San Juan und den umliegenden Gebieten. Ebenfalls am Donnerstag meldeten Behördenvertreter in Jamaika den ersten bestätigten Chikungunya-Fall. Es handele sich um eine Person, die zuvor in die Seuchengebiete gereist war.

Auch in den USA steigt die Gefahr einer Ausbreitung des durch Stechmücken verbreiteten Virus. Die erste Infektion in den Vereinigten Staaten wurde bereits Ende Mai gemeldet. Jetzt aber berichten Behörden in Florida von den ersten beiden Fällen, in denen Menschen innerhalb der USA von Mücken mit dem Chikungunya-Virus angesteckt worden seien. Offenbar hätten die Mücken den Erreger zuvor von Menschen erhalten, die infiziert aus der Karibik in die USA eingereist seien.

Behördenvertreter raten dazu, Maßnahmen gegen Mückenstiche zu ergreifen, warnten aber vor übertriebener Angst. „Es gibt keine größere Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung“, sagte eine Mitarbeiterin des US-Gesundheitsministeriums. Die insbesondere in Asien und Afrika weit verbreitete Krankheit verursacht Muskel- und Gelenkschmerzen, ist aber nur in seltenen Fällen tödlich. Bisher gibt es weder wirksame Medikamente noch einen Impfstoff gegen das Fieber.

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