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China zieht seine Ölbohrinsel vor der Küste Vietnams ab

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Baku, den 17. Juli (AZERTAG). Nach monatelangem Streit zeichnet sich im südchinesischen Meer eine Entspannung ab. China zieht seine Ölbohrinsel vor der Küste Vietnams ab. Offiziell begründet wird das mit dem Wetter.

China hat den Abzug einer Ölbohrplattform vor der Küste Vietnams bestätigt. Sie wird nach Angaben der vietnamesischen Küstenwache und der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua in Richtung der südchinesischen Küstenprovinz Hainan geschleppt. Der vietnamesische Admiral Ngo Ngoc Thu sagte, die Operation habe am späten Dienstag begonnen.

Die Plattform war Anfang Mai in die Nähe der Paracel-Inseln gebracht worden. Vietnam kritisierte die Aktion scharf, da sich die Bohrinsel auf der vietnamesischen Kontinentalplatte und innerhalb der 200-Meilen-Zone befinde. Nach Darstellung von China befand sich die Plattform dagegen in chinesischen Gewässern. Im Zusammenhang mit dem Streit kam es zu Zusammenstößen auf See und zu Unruhen in Vietnam mit mehreren Toten. Die Ereignisse verstärkten in Nachbarländern Sorgen vor einer aggressiven Außenpolitik Chinas.

Für einen politischen Kurswechsel gibt es trotz des Abzugs keine Anzeichen. Das chinesische Außenministerium begründete die Entscheidung mit der nahenden Taifun-Saison und dem erfolgreichen Abschluss der Mission. Der chinesische Ölförderer CNPC teilte mit, man habe Zeichen für Öl- und Gasvorkommen gefunden. Vor möglichen Probebohrungen müssten die Daten nun zunächst analysiert werden.

 

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