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Chinas Staatschef setzt auf Zusammenarbeit mit Trump

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Baku, 14. November, AZERTAC 

Der designierte US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi und haben sich ihres gegenseitigen Respekts versichert. Doch chinesische Staatsmedien drohen Trump mit einem Handelskrieg, sollte er nicht spuren.

Der designierte republikanische US-Präsident Donald Trump hat mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping telefoniert. Aus Trumps Büro hieß es danach, die beiden Politiker hätten sich in dem Gespräch ihres "gegenseitigen Respekts" versichert.

Trumps Aussagen zu China im Wahlkampf hatten das Klima zwischen ihm und der Volksrepublik stark belastet: Auf einer Veranstaltung hatte Trump im Mai gegen die vergleichsweise hohen Exportzahlen Chinas gewettert. Er sagte wörtlich, die USA dürften nicht zulassen, "dass China unser Land vergewaltigt".

Trump sieht im Freihandel eine Bedrohung für die US-Wirtschaft. China wirft er vor, durch künstliche Abwertung seiner Währung die Exportwirtschaft in unfairer Weise zu fördern. US-Firmen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, will Trump mit Strafzöllen drohen. Gegen chinesische Einfuhren in die USA will er Handelsschranken errichten, die Rede war im Wahlkampf von Zuschlägen bis zu 45 Prozent.

Chinesische Staatsmedien berichten nun, Xi habe in dem Telefonat die Wichtigkeit der Beziehung zwischen beiden Ländern betont. Xi habe dem künftigen US-Präsidenten mitgeteilt, dass "Zusammenarbeit die einzige Möglichkeit" zwischen den zwei größten Volkswirtschaften der Welt sei.

Auch wenn sich Staatschef Xi und Trump nun irgendwie einigen müssen und ihr erstes Gespräch als einvernehmlich darstellen: Vorsorglich warnen die von Chinas kommunistischer Partei kontrollierte Staatsmedien den president-elect deutlich vor einem Handelskrieg.

In einem Meinungsartikel der chinesischen Staatszeitung "The Global Times" heißt es, sollten die USA die chinesisch-amerikanischen Handelsbeziehungen beschädigen, werde der neue US-Präsident für seine "Rücksichtslosigkeit, seine Ignoranz und seine Inkompetenz" bestraft. Darüber berichtet der britische "Guardian".

Für jede Handelsschranke würden Gegenmaßnahmen beschlossen, und zwar "Zug um Zug". Soja-Importe aus den USA würden gestoppt, statt Boeing werde Airbus bestellt und "der Verkauf von US-Autos und iPhones werde schrumpfen".

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