WIRTSCHAFT


Chinesische Wirtschaft schwächelt

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Baku, den 3. März (AZERTAG). Die Industrieproduktion der Volksrepublik ist im Februar erneut gesunken. Die Firmen müssen schon im vierten Monat in Folge Personal abbauen. Schuld ist auch ein Strategieschwenk in Peking.

Die chinesische Industrieproduktion ist im Februar abermals zurückgegangen. Wie aus dem heute veröffentlichten Einkaufsmanager-Index der HSBC-Bank hervorgeht, bauten die Unternehmen deswegen so viele Arbeitsplätze ab wie seit fast fünf Jahren nicht mehr.

Der Index betrug im Februar 48,5 Punkte. Im Januar hatte er mit 49,5 einen Punkt höher gelegen. Auf der Skala zwischen 1 und 100 bedeuten Werte über 50 Wachstum, Werte unter 50 dagegen einen Rückgang.

Die chinesische Wirtschaft schwächelt, seit sich die chinesische Regierung verstärkt darum bemüht, die Abhängigkeit des Landes von Exporten und ausländischen Investitionen zu verringern und stattdessen die Binnennachfrage anzukurbeln und für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen.

Höchster Personalabbau seit 2009 - Die nachlassenden Aufträge hätten die Unternehmen gezwungen, den vierten Monat hintereinander Personal abzubauen, heißt es in dem Bericht. Im Februar verzeichnete man dabei den höchsten Abbau seit dem März 2009.

„Diese Ergebnisse erfordern fein abgestimmte Maßnahmen, um die Erwartungen der Märkte zu stabilisieren und die Geschwindigkeit des Wachstums ins Gleichgewicht zu bringen“, erklärte HSBC-Experte Hongbin Qu.

Chinas Wirtschaft war 2013 noch um 7,7 Prozent gewachsen. Ein kleineres Plus beim Bruttoinlandsprodukt hatte es zuletzt 1999 gegeben. Eine Konjunkturabkühlung in China könnte auch die wirtschaftlichen Turbulenzen in den Schwellenländern verschärfen. Bei der am nächsten Mittwoch beginnenden Jahrestagung des Volkskongresses dürfte Regierungschef Li Kequiang das neue Wachstumsziel für dieses Jahr vorgeben.

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