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Darmkeim Clostridium difficile breitet sich rasant aus

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Baku, den 10. Juni (AZERTAG). In Deutschland und anderen europäischen Ländern steigt die Zahl schwerer Durchfallerkrankungen. Besonders stark zugenommen haben demnach Infektionen mit dem Erreger Clostridium difficile, der sich nach der Einnahme von Antibiotika im Darm ausbreiten kann.

Die Forscher gehen davon aus, dass ein Großteil der Sterbefälle im Zusammenhang mit Magen-Darm-Infektionen auf Infektionen mit diesem Bakterium zurückgehen.

Clostridium difficile ist aber auch in der Umwelt weitverbreitet und kommt zudem bei vielen gesunden Menschen als harmloses Darmbakterium vor. Werden jedoch konkurrierende Arten der normalen Darmbakterien durch die Verabreichung von Antibiotika zurückgedrängt, kann sich Clostridium difficile ungehindert vermehren.

Gefährlich sind die Bakterien vor allem durch ihre Gifte. Die Toxine lähmen die Darmwand und führen im schlimmsten Fall zu einer ballonartigen Ausweitung des Dickdarms.

Infektionsanfällig sind vor allem Senioren, Patienten mit chronischen Erkrankungen sowie jene Menschen, die kurz zuvor Antibiotika genommen haben. Auffällig ist die hohe Mortalität.

Darüber hinaus steigt auch die Zahl der Infektionen mit Noroviren, Rotaviren, Campylobacter- und E.-coli-Bakterien. Durch Infektionen im Magen-Darm-Trakt seien vor allem ältere Menschen gefährdet. 

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