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Deutscher Journalist kritisiert Armenier-Resolution des Bundestages

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Baku, 7. Juni, AZERTAC

Die Reaktionen auf die Armenier-Resolution gehen weiter. Nach der Zeitschrift Stern hat auch der renommierte deutsche Journalist Jürgen Todenhöfer die Entscheidung des Bundestages kritisiert. Todenhöfer sagte, die Entscheidung würde nicht den historischen Wahrheiten entsprechen. Im Artikel von Todenhöfer, den er auf seiner eigenen Internetseite und über die Sozialmedien veröffentlichte, schreibt er, die Resolution würde nicht mit den historischen Wahrheiten übereinstimmen. Weiter heißt es, die Resolution des Bundestages habe die mehr als 2 Millionen türkischen Opfer des Osmanischen Reichs, das von allen Seiten angegriffen wurde, ignoriert. Todenhöfer wirft den Bundestag vor mit 100 Jahren Verspätung ohne seriöse juristische Prüfung sich als moralischer Scharfrichter über die Türkei aufzuspielen. Verspäteter Mut sei der opportunistische Bruder der Feigheit, ferner sagte Todenhöfer, er wisse nicht, warum westliche Staaten sich davor scheuen würden, die Angelegenheit von einer unabhängigen Kommission erforschen zu lassen. Die Wahrheit könne nur von einer Kommission bestehend aus internationalen Historikern und Juristen aufgedeckt werden. Wie die türkische Regierung müssten auch andere Staaten ihre Archive öffnen. Auch die Wochenzeitschrift Stern hatte in ihrer Ausgabe vom Wochenende die Annahme der Resolution im Bundestag als ‚Moral Imperialismus‘ verurteilt.

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