WIRTSCHAFT


Energiebedarf wird weltweite in den kommenden 20 Jahren um etwa ein Drittel zunehmen

Baku. 26. Januar AZERTAC

Die Energiebranche muss sich in den kommenden Jahren auf erhebliche Umwälzungen einstellen. Laut einer Prognose des britischen Konzerns BP wachsen vor allem erneuerbare Energien.

Der weltweite Energiebedarf wird in den kommenden 20 Jahren um etwa ein Drittel zunehmen. Zu dieser Einschätzung kommt der britische Rohstoffriese BP in seinem jährlichen Ausblick, der als Standardwerk in der Branche gilt. Grund sei vor allem der wachsende Wohlstand in den Entwicklungsländern, heißt es in dem Bericht.

Bis 2035 soll demnach der Energiebedarf um rund 30 Prozent steigen. "Der globale Energiemarkt wandelt sich", sagte BP-Vorstandschef Bob Dudley. Der Kohleverbrauch soll in knapp zehn Jahren seinen Höchststand erreichen.

Hauptgrund dafür ist dem Report zufolge China. Das Land setze zunehmend saubere, CO2-ärmere Energieträger ein. Es werde in den nächsten 20 Jahren das größte Wachstum bei den erneuerbaren Energien erzielen - und damit mehr Strom erzeugen als die Europäische Union und die USA zusammen.

Die erneuerbaren Energien wachsen weiterhin weltweit am schnellsten. Ihr Anteil wird sich laut BP über die nächsten 20 Jahre vervierfachen. Grund sei die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit von Wind- und Solarenergie. Die Nachfrage nach Erdgas werde zudem schneller steigen als bei Öl oder Kohle, berichteten die BP-Experten.

Die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen (C02) werden sich dem Report zufolge im Durchschnitt um jährlich 0,6 Prozent erhöhen. In den vergangenen Jahren waren es im Schnitt 2,1 Prozent. CO2 entsteht bei vielen Verbrennungsvorgängen in Motoren und Kraftwerken.

Die Zahl der Elektrofahrzeuge wird nach den Schätzungen von 1,2 Millionen auf fast 100 Millionen steigen. Dies mache etwa fünf Prozent der weltweiten Fahrzeugflotte aus. Elektroautos, selbstfahrende Fahrzeuge, Carsharing und Fahrgemeinschaften gehörten zu den "größten Unwägbarkeiten" für die Zukunftsaussichten der Ölbranche, sagte BP-Chefökonom Spencer Dale.

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