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Erde und Sonne im Weltraum etwa in einer Linie

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Baku, den 18. Oktober (AZERTAG). Wer in der Nacht zu Sonnabend den Mond nur grau verwaschen sieht, muss nicht an seinen Augen zweifeln. Eine Halbschattenfinsternis ist der Grund. Wolken könnten das Erlebnis allerdings trüben.

In der Nacht zum Sonnabend wird sich ein Schleier vor den Vollmond schieben. Doch in vielen Teilen Deutschlands versperren Wolken die Sicht auf die sogenannte Halbschattenfinsternis. Am ehesten noch gebe es im Osten eine Chance auf freien Blick zum Mond, sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Im Süden und Westen werde es nur Wolkenlücken geben – wo genau, sei kaum vorhersehbar.

Bei einer Halbschattenfinsternis wird der Mond nicht vom Kernschatten der Erde verdunkelt, sondern nur vom Halbschatten getroffen, der den Kernschatten umgibt. Dieses Phänomen wird auch „grauer Mond“ genannt. Für Laien werde das Schauspiel, das gegen Mitternacht beginnt, nur schwer zu erkennen sein, sagte Uwe Walther von der Volkssternwarte Kirchheim in Thüringen. „Es ist etwas für Kenner und naturverbundene Genießer.“

Der Höhepunkt der Halbschattenfinsternis werde um 01.50 Uhr am Samstagmorgen erreicht sein. Dann werde die Mondscheibe zu rund drei Vierteln von dem Grauschleier bedeckt sein. Danach zieht sich der schwache Schatten wieder zurück.

Wie bei allen Mondfinsternissen stehen Vollmond, Erde und Sonne im Weltraum etwa in einer Linie. Der Schatten der Erde trifft den Mond und verdunkelt ihn, im Fall der Halbschattenfinsternis aber fast unmerklich. Zum letzten Mal trat eine Halbschatten-Mondfinsternis am 28. November 2012 auf. Damals versperrten dichte Wolken die Sicht. Eine partielle Mondfinsternis, bei der ein Teil des Mondes in den Kernschatten der Erde tritt, gab es am 25. April dieses Jahres. Die nächste totale Mondfinsternis über Mitteleuropa ist erst am 28. September 2015 zu sehen – wenn das Wetter mitspielt.

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