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Erfolgreichster Sänger der Popgeschichte David Bowie ist gestorben

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Baku, 11. Januar, AZERTAC 

Er gehörte zu den erfolgreichsten Sängern der Popgeschichte - und zu den wandelbarsten. David Bowie ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Er erlag einem Krebsleiden.

Er beeinflusste die Popgeschichte der vergangenen Jahrzehnte wie kaum ein anderer - David Bowie ist tot. Das bestätigten sein Sohn und sein Pressesprecher.

Auf der offiziellen Facebook-Seite des britischen Sängers wurde folgende Nachricht veröffentlicht: "David Bowie verstarb heute friedlich im Kreise seiner Familie nach einem mutigen 18-monatigen Kampf gegen seine Krebserkrankung. Viele von euch werden Anteil an seinem Tod nehmen wollen. Wir bitten euch aber, die Privatsphäre der Familie während der Trauerzeit zu respektieren."

Bowies Sohn Duncan Jones schrieb bei Twitter, er sei sehr traurig sagen zu müssen, dass die Todesnachricht wahr sei. Dazu postete er ein altes Bild, auf dem zu sehen ist, wie er als Kleinkind auf Bowies Schultern sitzt:

Mit etwa 140 Millionen verkauften Platten gehörte Bowie zu den erfolgreichsten Musikern der Popgeschichte. Der Durchbruch gelang dem Musiker, der im britischen Brixton geboren wurde, Ende der Sechzigerjahre, als er sich als Texter, Komponist und Interpret den Spielarten des Rock verschrieb. Sein erster Welthit "Space Oddity" verzückte 1969 Kritiker und Publikum, weil sich der Musiker mit seiner experimentellen Mischung aus Rhythm'n'Blues, Rock, Pop, Soul und anderen Musikströmungen geschickt jeder Kategorisierung entzog.

Ab den Siebzigern wurden Stilbrüche und permanente äußerliche und charakterliche Persönlichkeitswechsel zu seinem Markenzeichen: "Keiner hat sich so radikal von einem Stil und einer Rolle distanziert, indem er sich in eine neue stürzte", schrieb "Die Zeit" mal über seine Wandlungsfähigkeit: Die für die LP "The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars" erschaffene Figur des bisexuellen "Ziggy" markierte ab 1972 seinen Aufstieg zum ultimativen Rock-Superstar. Bowie füllte auch Arenen als "Major Tom", als bleicher "Thin White Duke" oder als "Young American" im Frank-Sinatra-Look.

Nach einer künstlerischen Krise folgte ab den Neunzigern ein Comeback - nachdem ihm Kritiker zunächst Ideenlosigkeit vorgeworfen hatten, gelang Bowie mit seinem 18. Album "Black Tie White Noise" seine nach eigener Aussage beste Soloplatte. Auch die Kritik nahm das Werk positiv auf.

Bowie war ebenfalls als Schauspieler aktiv - auch wenn seine Karriere in diesem Feld vergleichsweise unspektakulärer verlief. So war Bowie etwa als Hauptdarsteller in Nicholas Roegs Science-Fiction-Film "The Man Who Fell To Earth" von 1976 zu sehen, später übernahm er unter Julius Schnabel die Rolle von Andy Warhol in "Basquiat" und spielte vor zehn Jahren in Christopher Nolans "Prestige - Meister der Magie".

Bowie, der mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet war, hatte erst in der vergangenen Woche ein neues Album herausgebracht: "Blackstar", seine 25. Langspielplatte, erschien am Freitag - an Bowies 69. Geburtstag.

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