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Ernährung: Wie ungesund sind Salz, Zucker, Alkohol und Fett wirklich?

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Baku, 8. Februar, AZERTAG

Gesund will jeder leben. Aber muss man dafür auf alles verzichten, was schmeckt? Fett ist doch Geschmacksträger! Und ohne Salz ist jede Suppe fad. Vom Feierabend-Bier ganz zu schweigen, das trägt so schön zur Entspannung bei.

Wer zu fettreich isst, läuft Gefahr, seine Leber zu schädigen. Denn so kann sich in den Zellen Fett einlagern. Das führt zu einer Fettleber, die sich mit der Zeit auch entzünden kann, erklärt die Deutsche Leberstiftung. Weil viele Menschen gar nicht wissen, dass sie eine Fettleber haben, empfiehlt die Leberstiftung eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte beim Hausarzt. Unbehandelt können viele Lebererkrankungen zur Leberzirrhose und zum Leberzellkrebs führen.

Zucker und Stärke laufen unter dem Oberbegriff Kohlenhydrate. Der Körper benötigt sie als Energielieferant. Allerdings begünstigt ein Zuviel von ihnen auch wieder Übergewicht. Besonders kritisch sind zuckerhaltige Getränke, weil sie neben Zucker häufig keine weiteren Nährstoffe enthalten. Damit fördern sie Übergewicht und erhöhen das Risiko für Diabetes Typ zwei.

Zu viel Salz lässt den Blutdruck steigen. Und Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für Schlaganfälle. Gesund seien täglich drei bis sechs Gramm Salz - das entspricht etwa einem gestrichenen Teelöffel. Tatsächlich kämen Menschen pro Tag im Schnitt auf 9,5 Gramm. Bei einem Verzehr von täglich zehn statt fünf Gramm Salz erhöhe sich das Schlaganfallrisiko langfristig um fast ein Viertel.

Ganz verzichten sollte man aber auf keinen Fall auf Salz: Denn es ist überlebenswichtig für den Körper. Unter anderem schütze das enthaltene Natrium die Zellen vor dem Austrocknen, außerdem regle es den Wasserhaushalt, den Stoffwechsel und die Blutzirkulation, erläutert die Hochdruckliga.

Um den Salzgehalt im Blick zu halten, sollten Verbraucher am besten auf Fertigprodukte verzichten. Wer selber kocht, ist sich eher bewusst, wie viel Salz im Essen ist. Gut ist auch, so wenig wie möglich nachzusalzen. Eine Alternative für mehr Geschmack können Kräuter, Pfeffer oder in geringen Mengen auch Chili sein.

Beim Thema Alkohol grüßt wieder die Leber - wie schon bei der bösen Nummer eins. Regelmäßiger Alkoholkonsum beeinträchtigt die Muskelleistung, schädigt Nerven und Organe - neben der Leber etwa die Bauchspeicheldrüse, und begünstigt die Entstehung von Übergewicht sowie psychische Störungen und Krebskrankheiten. Laut Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr werden derzeit 20 Gramm Alkohol pro Tag für gesunde Männer und 10 Gramm pro Tag für gesunde Frauen als tolerierbare Mengen angesehen. Allerdings sei das keine Empfehlung, jeden Tag so viel zu trinken.

Der Umgang der Eltern mit Alkohol prägt auch die Kinder. Lernen sie beispielsweise, dass Alkohol zum Feierabend und zur Freizeit gehört, übernehmen sie dieses Ritual später. Besonders problematisch ist es, wenn Eltern zu Alkohol greifen, wenn sie selbst gestresst sind und Bier oder Wein als Mittel zur Entspannung einsetzten.

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