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Erster Fall von Zika in Europa

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Baku, 26. Juli, AZERTAC

In Europa ist erstmals ein Baby geboren worden, das durch das Zika-Virus unter Fehlbildungen leidet. Das Kind mit Mikrozephalie kam in Spanien zur Welt.

Es ist der erste bekannte Fall von Mikrozephalie infolge einer Zika-Infektion in Europa: In Spanien ist ein Baby mit Fehlbildungen durch das Virus geboren worden. Das Kind kam in Barcelona auf die Welt, wie die spanische Zeitung "El Mundo" und die Agentur Reuters meldeten.

Die Mutter habe sich im Mai auf einer Lateinamerikareise mit Zika und auch mit Denguefieber infiziert. Bereits in der 20. Schwangerschaftswoche waren bei dem Kind Anzeichen einer Mikrozephalie entdeckt worden. Dennoch habe sich die Frau entschlossen, das Baby auf die Welt zu bringen. "Das Kind hat einen verminderten Schädelumfang, befindet sich aber in einem stabilen Zustand", sagt der behandelnde Arzt vom Hospital Vall d'Hebron in Barcelona.

Forscher haben aktuell in einer Studie davor gewarnt, dass wegen des Virus Zehntausende Kinder mit Missbildungen auf die Welt kommen könnten. Bis zum Ende der derzeitigen Epidemie könnten sich 93,4 Millionen Menschen mit dem Virus infizieren, unter ihnen 1,65 Millionen schwangere Frauen, heißt es in einer im Fachmagazin "Nature Microbiology" veröffentlichten Studie.

In den besonders gefährlichen ersten Wochen einer Schwangerschaft würden ein bis 13 Prozent der Föten von infizierten Frauen eine sogenannte Mikrozephalie oder andere Komplikationen entwickeln, schreiben die Forscher aus den USA, Großbritannien und Schweden. Das bedeute, dass in Lateinamerika und in der Karibik Zehntausende Babys betroffen sein könnten, sagte Alex Perkins von der Universität Notre Dame im US-Bundesstaat Indiana. Die auf einem mathematischen Modell beruhende Schätzung sei ein Worst-case-Szenario, sagte Perkins. Es sei aber realistisch. Die Zahlen seien zwar nicht sehr konkret, gäben aber immerhin eine Vorstellung von der Größenordnung der Folgen der Zika-Epidemie.

Das durch Stechmücken übertragene Zika-Virus grassiert derzeit in Süd- und Mittelamerika, besonders betroffen ist Brasilien. Das Virus kann bei ungeborenen Kindern unter anderem Mikrozephalie auslösen, eine Fehlbildung, bei der Babys mit einem abnormal kleinen Kopf und damit einhergehenden Hirnschäden auf die Welt kommen. Allein in Brasilien kamen bislang 1700 Babys mit Missbildungen auf die Welt.

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