WIRTSCHAFT


Facebook-Aktie schießt 20 Prozent nach oben

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Baku, den 25. Juli (AZERTAG). Einen solchen Quartalsabschluss hatten auch die optimistischsten Analysten nicht erwartet: Facebook konnte dank rasch steigender Nutzerzahlen und guter Werbeeinahmen seinen Gewinn auf 331 Millionen Dollar steigern. Die Aktie legte nachbörslich um 20 Prozent zu.

Facebook versöhnt nach dem holprigen Börsendebüt vor einem Jahr langsam die Anleger. Weil das weltgrößte Soziale Online-Netzwerk im zweiten Quartal mehr Nutzer und Werbekunden gewinnen konnte als von Analysten erwartet, schoss die Facebook Chart zeigen-Aktie nachbörslich um 20 Prozent hoch auf 32 Dollar. Das ist nicht mehr allzu weit entfernt von den 38 Dollar, die das Papier beim Börsengang kostete.

„Wir haben gute Fortschritte dabei gemacht, unsere Nutzerzahl zu vergrößern und die Beteiligung zu steigern“, erklärte Gründer und Firmenchef Mark Zuckerberg am Mittwoch am Sitz im kalifornischen Menlo Park. Das Netzwerk hat nun 1,15 Milliarden aktive Nutzer im Monat. Im ersten Geschäftsquartal 2013 hatte Facebook angegeben, dass rund 751 Millionen Nutzer mindestens einmal im Monat über mobile Endgeräte auf das soziale Netzwerk zugreifen, 54 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Die Entwicklung habe sich in „starken Finanzergebnissen“ niedergeschlagen, sagte Zuckerberg. Er hob dabei vor allem das Geschäft auf Smartphones und Tablet-Computern hervor, das lange die Achillesferse des Unternehmens war.

Das Unternehmen erzielt mittlerweile 41 Prozent seiner wichtigen Werbeeinnahmen über mobile Geräte. Vor einem dreiviertel Jahr waren es erst 14 Prozent. Insgesamt konnte Facebook den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 53 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,4 Mrd Euro) ausbauen. Der Gewinn lag unterm Strich bei 331 Millionen Dollar, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 157 Millionen Dollar angefallen war.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatzwachstum von 16,7 Prozent auf 1,62 Milliarden Dollar gerechnet. An der Wall Street herrschte schon zuvor Optimismus, da das Unternehmen zuletzt bereits ein Wachstum im mobilen Internet verzeichnet hatte. An der Börse gilt es als besonders wichtig, dass das soziale Netzwerk den Übergang ins mobile Zeitalter schafft.

Wachsende Mobilzugriffe - Die Zahl der Kunden, die täglich mobil auf Facebook zugreifen, ist jedoch deutlich niedriger als die Monatszahl. Jüngere Nutzer greifen auf dem Handy auf eine Vielzahl sozialer Medien zu. Ein Beispiel ist SnapChat, eine App, die es ermöglicht, Freunden Fotos zu senden, die nur eine bestimmte Anzahl an Sekunden sichtbar sind und sich dann selbst zerstören. Solche Konkurrenten haben sehr konkrete Nutzungskontexte, sie erfüllen eine konkrete Funktion qualitativ besser als das Universal-Social-Netzwork Facebook.

Zuckerberg wies allerdings Berichte zurück, Jugendliche zögen sich aus dem Sozialen Netzwerk zurück. „Nach den Daten, die wir haben, ist das nicht wahr“, sagte der Firmenchef. „Teenager nutzen Facebook weiterhin sehr intensiv.“

Analysten halten die Wettbewerber ebenfalls einstweilen für beherrschbar. „Wir glauben, dass solch konkurrierende Dienste nur einen moderate Wirkung auf Facebook haben“, sagte etwa Doug Anmuth, IT-Experte bei der US-Bank Morgan Stanley Chart zeigen. Andere Experten nennen Facebooks Mobilstrategie beeindruckend. Der Umbau des Unternehmens gehe rasch voran, die Aussichten seinen vorerst gut.

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