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Fifa wappnet sich mit Millionen-Police

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Baku, am 13. Mai (AZERTAG). Die Fifa schützt sich mit einer 900-Millionen-Police vor Terrorismus, Katastrophen und Kriegen – aber nicht vor einem Totalausfall der WM. Dieser Schaden müsste dann von Reserven gedeckt werden.

Der Weltfußballverband Fifa versichert sich für 900 Millionen Dollar gegen eine Verschiebung oder einen Ausfall der WM in Brasilien. Die Police biete Schutz gegen Terrorismus, Naturkatastrophen, Epidemien, Kriege, Unfälle oder Unruhen, sagte ein Sprecher am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Verband wappnet sich damit gegen eine Verschiebung oder Verlegung, fürchtet aber keinen Totalausfall. „Die Fifa entschied sich dagegen, das Stornorisiko abzudecken“, so der Sprecher. „Denn selbst wenn sich die Veranstaltung aus irgendeinem Grund verzögert, ist es extrem unwahrscheinlich, dass sie abgesagt wird.“ Sollte es dennoch dazu kommen, müsste dies durch die Reserven gedeckt werden.

Die Höhe des gesamten Versicherungsbedarfs für das Turnier in Brasilien ist nach Angaben der deutschen Versicherer noch nicht bekannt. Für die WM 2010 in Südafrika habe die Summe bei rund fünf Milliarden Euro gelegen. „So hoch wäre der finanzielle Schaden gewesen, wenn die WM komplett ausgefallen wäre“, erklärte der Branchenverband GDV.

Wegfall der TV-Übertragungen ist größtes Risiko - Damals hätten etwa 130 Fernsehsender geschätzt rund drei Milliarden Dollar für die TV-Rechte gezahlt. Der Wegfall der werbeträchtigen Fernsehübertragungen stelle das größte Risiko für den Veranstalter dar.

Um mögliche Verluste beispielsweise durch Stromausfall, Satelliten- oder Übertragungsfehler bezahlen zu können, versichere man sich gegen solche Risiken. Aber auch Sponsoren, Reiseveranstalter, Fluggesellschaften oder Fanartikelhersteller wappneten sich für den Fall, dass die WM ausfalle.

Die Fußball-WM startet am 12. Juni mit dem Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien. Die deutsche Mannschaft trifft in der Vorrunde auf Portugal, Ghana und die USA.

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