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Forscher entschlüsseln 4000 Jahre altes Käserezept

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Baku, den 7. März (AZERTAG). Der älteste Käse der Welt lag auf einer mumifizierten Leiche in China. Nun haben deutsche Forscher das Rezept des 4000 Jahre alten Milchprodukts entschlüsselt.

Das Rezept von 4000 Jahre altem Käse haben Forscher aus Sachsen rekonstruiert. Es handele sich um die ältesten bisher gefundenen Überreste eines Milchproduktes, teilte das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden mit. Die Käsebröckchen lagen demnach auf der mumifizierten Leiche einer Frau aus dem Gräberfeld Xiaohe in der westchinesischen Region Xinjiang. Bei dem Käse aus der frühen Bronzezeit handele sich um eine Grabbeigabe, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Journal of Archaeological Science“.

Demnach wurde der Käse wie Kefir aus Milch hergestellt, die mit einem Gemisch aus Bakterien und Hefe zum Gären gebracht wurde - und nicht mit Lab, einem Enzymgemisch aus dem Labmagen junger Wiederkäuer. Es hätten also keine Jungtiere geschlachtet werden müssen.

Die Wissenschaftler um Andrej und Anna Shevchenko analysierten die Rückstände mit einer Methode zur Analyse von Proteinen. Das Projekt sei eher zufällig entstanden - nach einer Anfrage aus China. „Die Archäologie hatten wir eigentlich nie auf dem Schirm. Da sind wir einfach durch eine Mail-Anfrage des chinesischen Archäologen Yimin Yang hineingerutscht“, wird Anna Shevchenko in der Pressemitteilung zitiert.

Nach ihrer Pionierarbeit glauben die Forscher, dass die Proteinanalyse nicht nur in der biomedizinischen Forschung einsetzbar sei, sondern auch in der Archäologie eine vielversprechende Methode sein könnte.

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