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Forscher warnen nun vor Hirnverletzungen bei den Piloten

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Baku, den 22. August (AZERTAG). Aufklärungsflugzeuge steigen bis in Höhen von 21 Kilometern auf. Forscher warnen nun vor Hirnverletzungen bei den Piloten. Das Risiko einer Dekompressionskrankheit sei deutlich erhöht - dabei bilden sich Gasblasen im Körper. Bei Piloten der US-Luftwaffe, die in großen Höhen fliegen, haben Wissenschaftler ein besonderes Risiko für Hirnverletzungen festgestellt. Für die am Montag in der Fachzeitschrift „Neurology“ veröffentlichte Studie wurden 102 Piloten untersucht, die mit Aufklärungsflugzeugen vom Typ U-2 in Höhen von etwa 21.000 Metern unterwegs sind. Bei den Probanden seien Hirnverletzungen dreimal häufiger aufgetreten als bei Soldaten, die am Boden bleiben.

Die festgestellten Verletzungen seien bei den Piloten außerdem viermal stärker gewesen und überall im Gehirn aufgetreten, heißt es in der Studie. Bei der Vergleichsgruppe seien dagegen nur Verletzungen im vorderen Teil des Gehirns aufgetreten, die mit dem normalen Alterungsprozess zusammenhingen.

„Das Risiko einer Dekompressionskrankheit hat sich für Air-Force-Piloten seit 2006 verdreifacht“, schrieb Autor Stephen McGuire von der University of Texas. Grund seien offenbar häufigere und längere Flüge. Medizinische Beweise für eine dauerhafte Abnahme der Gedächtnisleistung als Folge gebe es aber bislang nicht.

Als gefährdet für eine Dekompressionserkrankung gelten vor allem Taucher, Piloten oder Bergsteiger. Bei ihnen kann ein sich schnell ändernder Luftdruck in verschiedenen Höhen und Tiefen die Bildung von Gasblasen im Körper verursachen.

 

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