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Frankreich im Finale der Fußball-EM 2016

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Baku, 8. Juli, AZERTAC

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat das Endspiel der Europameisterschaft verpasst. Im Halbfinale verlor das Team von Bundestrainer Joachim Löw in Marseille gegen Gastgeber Frankreich mit 0:2 (0:1). Damit trifft Frankreich am Sonntag im Finale in Saint-Denis auf Portugal, das am Mittwoch Wales mit 2:0 (0:0) besiegt hatte.

Vor 69.000 Zuschauern im ausverkauften Stade Vélodrome erzielte der überragende Antoine Griezmann (45.+2 Minute/Handelfmeter, 72.) beide Tore für die Franzosen und besiegelte damit die 200. Niederlage einer deutschen Mannschaft. Zwar spielte die deutsche Mannschaft nicht schlechter, doch sie konnte die vielen Aussetzer am Ende nicht mehr kompensieren.

Zunächst hatte es genug Chancen für die deutsche Mannschaft gegeben. Erst war es der bei dieser EM so glücklose Thomas Müller, der den Ball nicht richtig traf (13.). Dann hatte Can die Möglichkeit zur Führung, doch Liverpool-Profi Hugo Lloris verhindert das Tor. Die deutsche Mannschaft drängte die Franzosen in die eigene Hälfte zurück.

Was fehlte, waren aber die klaren Torchancen – so bei einem Schuss von Schweinsteiger (26.) oder als Julian Draxler und Thomas Müller nach einer Hereingabe den Ball nicht unter Kontrolle bringen konnten (32.). Szenen, die dennoch zeigten, dass die Franzosen defensiv verwundbar waren.

Die französische Mannschaft von Trainer Didier Deschamps konterte. Ein folgenschweres Handspiel von Schweinsteiger im Zweikampf mit Patrice Evra führte zum Elfmeter. Es war fast schon eine Parallele zum Italien-Spiel, als Boateng ein ähnliches Malheur unterlaufen war. Superstar Griezmann schoss Frankreich in Führung (45.+2).

Der Rückstand machte es für die deutsche Mannschaft nach der Pause nicht einfacher. Die Franzosen zogen sich noch weiter zurück. Die deutsche Mannschaft suchte vergeblich die Lücke. Erschwerend kam hinzu, dass auch noch Abwehrchef Jérôme Boateng verletzt vom Platz musste. Schon die Ausfälle des gesperrten Mats Hummels und der verletzten Leistungsträger Sami Khedira und Mario Gomez hatten das Spiel erschwert. Beim 0:2 patzte erst Joshua Kimmich und dann – erstmals bei diesem Turnier – auch sein Münchner Teamkollege Manuel Neuer im Tor. Sie ermöglichten so die Entscheidung zugunsten der Gastgeber: Griezmann schoss zum 2:0.

Für Griezmann waren es bereits die Turnier-Treffer Nummer fünf und sechs, für die Franzosen die geglückte Revanche für mehrere WM-Pleiten gegen den alten Rivalen, wie zuletzt beim 0:1 vor zwei Jahren im Viertelfinale.

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