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Gletscher Grönlands schwinden

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Baku, den 16. Juni (AZERTAG). Die Gletscher Grönlands schwinden. Ein Satellitenbild dokumentiert landschaftliche Folgen: Der Rückzug des Eises legt großflächig glänzenden schwarzen Fels frei.

Wo früher Eis lag, werden Landmassen sichtbar. Grönland ist mit einer Fläche von mehr als 2.000.000 Quadratkilometern die größte Insel der Welt und bildet nach der Antarktis die zweitgrößte Eisfläche. Doch in vielen Küstengegenden schrumpft die Eisdecke beträchtlich.

Das Satellitenbild der Europäischen Raumfahrtagentur Esa dokumentiert das Ausmaß des Abschmelzens. An einigen Stellen ist der weiße Panzer um einen Meter pro Jahr dünner geworden. Zwischen 1992 und 2012 sorgte das abschmelzende Eis für ein Ansteigen des globalen Meeresspiegels um sieben Millimeter.

Das Schmelzen des grönländischen Eispanzers gilt als größtes Risiko des Klimawandels. Das Schmelzwasser Grönlands entscheidet wesentlich darüber, wie hoch die Meere steigen werden.

Doch Prognosen zur Grönlandeisschmelze gelten als besonders schwierig, zu viele Faktoren spielen eine Rolle. So könnte das verstärkte Tauen an den Rändern teilweise durch mehr Schneefall im Landesinneren ausgeglichen werden, wo in höheren Lagen auch künftig ewiger Frost herrscht. Und Daten aus früheren Warmzeiten legen nahe, dass Extremszenarien ausgeschlossen scheinen: Selbst bei einer Erwärmung von acht Grad bliebe demnach ein Großteil des Grönlandeises stabil.

 

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