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Größter Dinosaurier aller Zeiten gefunden

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Baku, den 17. Mai (AZERTAG). So schwer wie 14 Elefanten und über 40 Meter lang soll der Argentinosaurus einst gewesen sein, den Paläontologen nun in Patagonien ausgegraben haben. Er ist das bislang größte jemals gefundene Tier.

Ein Team der BBC war mit dabei: Forscher wollen in Argentinien einen der bislang größten, vielleicht sogar den größten Dinosaurier aller Zeiten ausgegraben haben. Nach Schätzungen der Paläontologen war der Argentinosaurus 40 Meter lang und 20 Meter hoch. Es soll um die 77 Tonnen gewogen haben – so viel wie 14 Afrikanische Elefanten.

Der riesige Pflanzenfresser lebte nach ersten Datierungen in der späten Kreidezeit. Das schließen die Wissenschaftler aus dem Alter des Gesteins, in dem die Knochen gefunden wurden. Es könnte sich um eine neue Art der Titanosaurier handeln. Die Tiere zeichnen sich durch einen tonnenförmigen Körper mit langem Hals und Schwanz aus.

Der Finder der Knochenreste ist ein Farmarbeiter. In der Wüste in der Nähe von La Flencha im Nordosten Patagoniens stolperte er nach BBC-Angaben geradezu über die fossilen Reste des Sauriers.

Die Wissenschaftler, die zum Fundort gerufen wurden, konnten an der Ausgrabungsstätte um die 150 Knochen finden. „Alle sind in einem bemerkenswert guten Zustand“, so die Forscher um Jose Luis Carballido und Diego Pol vom Museo of Palaeontológyco Egidio Feruglio im argentinischen Trelew.

„Wenn man die Größe der Knochen nimmt und das Wissen, was wir aus bislang ausgegrabenen riesigen Tieren gewonnen haben, zur Hilfe nimmt, dann kommt man auf die Schätzung, dass dieser Saurier das bislang größte Tier der Erde ist“, sagten die Wissenschaftler der BBC.

Schwierige Gewichtsschätzung - Der bisher als größter Saurier aller Zeiten geführte Argentinosaurus war zunächst auf 100 Tonnen Lebendgewicht geschätzt worden. Korrekturen aber ergaben, dass er wohl doch nur 70 Tonnen schwer war – also etwas leichter als der neue Fund.

Die Gewichtsangaben von Dinosauriern sind immer kompliziert, da den Paläontologen in der Regel nur wenige Knochen zur Verfügung stehen, von denen ausgehend sie dann ihre Schätzungen durchführen. Umso begeisterter ist das Team um Jose Luis Carballido nun, da sie so viele Knochen ausgraben konnten. Dadurch ließe sich eine wesentlich sicherere Gewichtsschätzung durchführen, sind sie sich sicher.

„Es ist interessant, dass wir nun ein weiteres wirklich großes Tier gefunden haben. Aber idealerweise brauchen wir viel mehr Material – auch von anderen Sauriern. Nur dann können wir wirklich sicher bestimmen, wie groß sie wurden“, sagen die Forscher.

Bislang ist der neue Fund übrigens noch namenlos. Die Forscher wollen sich aber einen Artnamen ausdenken, der sowohl auf seine Größe anspielt als auch den glücklichen Finder ehrt, der sich sofort an die Behörden gewandt hat und so eine fachgerechte Ausgrabung der Knochen ermöglichte.

Für Saurier-Fans ist Patagonien ein beliebtes Reisegebiet. Im Land wurden schon die Knochen einiger sehr großer Tiere gefunden, im Nordwesten des Landes hat Argentinien sogar eine „Dinosaurier Route“ eingerichtet, auf der Interessierte den Spuren der Giganten der Kreidezeit folgen können.

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