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Im Wald vermisster Siebenjährige nach sechs Tagen lebend gefunden

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Baku, 3. Juni, AZERTAC

Fast eine Woche lang haben Einsatzkräfte in Japan nach einem vermissten Siebenjährigen gesucht, der von seinen Eltern zur Strafe im Wald zurückgelassen worden war. Jetzt melden sie: Das Kind ist wohlauf.

Soldaten haben in einem bergigen und von wilden Bären bewohnten Wald auf der japanischen Insel Hokkaido den seit Tagen vermissten Yamato Tanooka gefunden. Der Junge sei äußerlich unverletzt und habe sich auf einem Militärgelände aufgehalten, sagte ein Polizeisprecher. Zur Sicherheit sei das Kind mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden.

Yamato Tanooka wurde seit Samstag vermisst. Seine Eltern hatten bei der Polizei zunächst angegeben, ihr Sohn sei bei einer gemeinsamen Wanderung verschwunden. Später gaben sie zu, den Jungen zur Bestrafung in dem Wald zurückgelassen zu haben: Er habe Steine auf Autos und Menschen geworfen.

Sie seien nur etwa 500 Meter mit dem Auto weggefahren und dann sofort umgekehrt. Der Kleine, der weder Essen noch Getränke bei sich hatte, sei aber verschwunden gewesen.

Knapp 200 Rettungskräfte und Polizisten suchten nach dem Jungen, sie setzten auch Spürhunde und Pferde ein. Das japanische Fernsehen berichtete rund um die Uhr.

Der Ort, an dem Yamato Tanooka nun gefunden wurde, liegt lokalen Medienberichten zufolge rund fünf Kilometer von der Stelle entfernt, wo seine Eltern ihn zurückgelassen hatten. Was genau der Junge in den vergangenen Tagen erlebt hat, ist noch unklar.

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